Beiträge in Kategorie:Sonderkonzert

Am Wochenende gleich zwei große Galakonzerte in der Halle 207

Die Norddeutsche Philharmonie Rostock wird am 2. und 4. Oktober in zwei großen Galakonzerten in der Halle 207 zu erleben sein.
Am Freitag, 2. Oktober 2015 werden ab 19:30 Uhr unter dem Motto „Klassikgala – Stürmisch“ bekannte Arien aus Wagners „Der fliegende Holländer“ und „Rienzi“, Verdis „Nabbucco“, „La Traviata“ und „Don Carlos“ zu hören sein.
Die Gesangssolisten Barbara Krieger, Marius Vlad und Tobias Schabel werden mit ihren stimmgewaltigen Interpretationen das Publikum zu begeistern wissen.
Am Sonntag, dem 4.10.2015 wird die Norddeutsche Philharmonie um 16:00 Uhr zusammen mit der Geigerin Jehye Lee das Violinkonzert D-Dur Op. 35 von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky zu Gehör bringen. Unter dem Leitgedanken „An die Freude“ erklingt im Anschluss Beethovens 9. Sinfonie unter der Mitwirkung des Opernchores und der Singakademie des Volkstheater Rostocks. Als Solisten wirken Barbara Krieger, Constance Heller, Marius Vlad und Tobias Schabel mit. Am Dirigentenpult wird an beiden Terminen Julien Salemkour zu erleben sein, der durch seine kurzfristige Übernahme der großen Gala zu Mozarts 250. Geburtstag an der Berliner Staatsoper für Daniel Barenboim Berühmtheit erlangte.

Die Eintrittskarten erhalten Sie diesmal nicht an der Vorverkaufskasse des Volkstheaters, sondern im Servicecenter der Ostseezeitung und in der Vorverkaufskasse „MV-Ticketbox“ im KTC. Außerdem natürlich an der Abenkasse vor Ort – vorausgesetzt es sind dann noch Karten erhältlich.

Zwei mal „Klassik im Park“ auf der IGA-Bühne in Rostock Schmarl

Die Norddeutsche Philharmonie Rostock wird unter der Leitung ihres ersten Kapellmeisters Manfred Hermann Lehner an zwei Abenden bei „Klassik im Park“ auf dem IGA-Gelände zu hören sein.
Am Freitag, dem 10. Juli 2015 lädt Sie das Orchester der Hansestadt Rostock um 20:00 Uhr zu einer „Russischen Sommernacht“ ein. Ob die „Polowetzer Tänze“ von Alexander Borodin, „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski oder die lebhafte Ouvertüre zu „Ruslan und Ludmilla“ von Michail Glinka – die Norddeutsche Philharmonie Rostock wird sie mit den großen Werken russischer Musik verzaubern.
Zum Abschluss wird traditionell Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Ouvertüre Solenelle „Das Jahr 1812“ erklingen.
Am zweiten Abend, Samstag, 11. Juli 2015, kommen bereits um 18:00 Uhr die Liebhaber von Filmmusik auf ihre Kosten.
Die Norddeutsche Philharmonie, Mitglied in der Europäischen FilmPhilharmonie, hat für viele bekannte Filme die Filmmusik eingespielt, zuletzt für Heinrich Breloers Verfilmung „Die Buddenbrooks“ mit Iris Berben und Armin Müller-Stahl in den Hauptrollen.
Es ist also kein fremdes Terrain, wenn die Philharmonie Musik aus Harry Potter, Star Wars, Frühstück bei Tiffany oder Fluch der Karibik, um nur einige zu nennen, mitreißend zu Gehör bringen wird.

Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen des Volkstheaters und an der Abendkasse am IGA-Gelände.

Text: Anderl Ott

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Staszak zum Konzert im Salzburger Festspielhaus

Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Heinz-Jürgen Staszak uns seinen in der Ostseezeitung veröffentlichten Text über das Konzert der Norddeutschen Philharmonie Rostock im Großen Festspielhaus Salzburg zur Verfügung stellte, sodass sie ihn im Folgenden nachlesen können:

Ein Auftritt im Großen Festspielhaus von Salzburg, dem europäischen Musentempel, ist in der Vita eines jeden klassischen Musikers ein dicker Pluspunkt. Einen solchen können sich nun auch die Norddeutsche Philharmonie Rostock und ihr ehemaliger Chef, der Wiener Dirigent Florian Krumpöck (36) anheften. Am Mittwochabend gaben sie dort, wo sommers die großen Events der Salzburger Festspiele stattfinden, ein erfolgreiches Gastkonzert. Das verwöhnte Salzburger Publikum dankte mit anerkennendem, langanhaltendem Beifall, in den sich auch begeistertes Fußgetrappel mischte, so dass noch eine zugkräftige Zugabe spendiert werden musste.
Das Konzert im Rahmen des Abonnements-Zyklus „Die große Sinfonie“ taktete sich in den Salzburger musikalischen Alltag ein, der aber reich und hochwertig ist. Da fand sich die Rostocker Philharmonie in bester Gesellschaft: gleich nach ihr gastiert das Kölner Gürzenich Orchester und Anfang Februar das Konzerthaus-Orchester Berlin unter Michael Sanderling.
Als „große Sinfonie“ hatte Krumpöck die gefühlmächtige und wirkungsvolle, melancholisch durchtränkte „Fünfte“ von Tschaikowski ausgewählt, in der er die Philharmonie, ohne pompöse emotionale Aufpolsterung, mit großen sinfonischem Atem spielen ließ. Voran gestellt war das Violinkonzert (1940) von Aram Chatschaturjan, dessen polyrhythmischen und exotisch-melodischen Reize die Salzburger Geigerin Christine Maria Höller (36) mit souveräner Virtuosität und Musikalität zur Geltung brachte – und auch sie kam nicht ohne Zugabe davon.
„Hochform“ bescheinigte ein Salzburger Netz-Kritiker der Solistin und dem Orchester und zeigte sich „beindruckt“, bei gelegentlichen „verschmerzbaren rhythmischen Unschärfen“, vom „sonoren Streicherklang und den niemals oberflächlich auftrumpfenden Bläsern“ des Orchesters.
Angespornt durch den imponierenden Saal und seine hervorragende Akustik, herausgefordert durch die erwartungsvollen 2000 Zuhörer, enthusiasmiert durch einen vorzüglichen Dirigenten, der sie und ihre Stärken bestens kennt, musizierte die Philharmonie an ihrer obersten Leistungsgrenze, mit schöner homogener Klangkultur und einer beeindruckenden hingebungsvollen gemeinschaftlichen Intensität. Internationale Imagepflege und eigenes Teambuilding zugleich, in denen das Orchester erleben konnte, wie gut es eigentlich ist. Krumpöck fand, dass die Musiker schier Unglaubliches geboten hätten und er resümierte: „Dieses Konzert wird uns immer in Erinnerung bleiben“.

Requiem von Hector Berlioz in Rostock und Greifswald

In Zusammenarbeit mit dem Figuralchor der Johannis-Kantorei Rostock und dem Greifswalder Domchor erklingt am Samstag, dem 22. November 2014 in der Nikolaikirche zu Rostock und am Sonntag, dem 23. November 2014 im Greifswalder Dom unter der Leitung von KMD Prof. Dr. Markus Langer und KMD Prof. Jochen A. Modeß das „Requiem – Grande Messe des Morts“ op. 5 von Hector Berlioz.
Das Requiem, ein Auftragswerk des französischen Staates, wurde für die Opfer der Julirevolution von 1830 komponiert und am 5. Dezember 1837 im Invalidendom zu Paris zur Uraufführung gebracht.
Berlioz zufolge sollte das Opus das größte jemals komponierte Werk werden, was sich anhand der Besetzungsliste erahnen lässt: so fordert der Komponist in der ihm eigenen bescheidenen Art 16 Pauken, 2 große Trommeln, 10 Paar Becken und 4 Tamtams, ausserdem einen hundertköpfigen Streicherapparat sowie mindestens 200 Chorsängerinnen- und Sänger. Nicht von der Hand zu weisen, dass dies auch der Grund ist, weshalb dieses Requiem eher selten gespielt wird, obwohl der Komponist die Anzahl der Instrumente als relativ bezeichnet hat – es dürften auch gerne dreimal so viele zum Einsatz kommen …
Berlioz, dessen Kompositionen erst nach seinem Tode gebührende Achtung erfuhren, musste sich zu Lebzeiten als Musikkritiker und Kompositionslehrer verdingen. Seine Abhandlung über Instrumentation „Grand Traité d’instrumentation et d’orchestration modernes“ ist bis heute ein grundlegendes Studienwerk für angehende Komponisten, und hat seit der Überarbeitung und behutsamen Modernisierung durch Richard Strauss keine nennenswerten Veränderungen mehr erfahren.

Das Requiem von Hector Berlioz erklingt am Samstag, 22. November 2014 um 19:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock und am Sonntag, 23. November 2014 um 18:00 Uhr im Greifswalder Dom. Da bei diesen Konzerten nicht das Volkstheater Rostock, sondern die beiden Kantoreien Veranstalter sind, erhalten Sie die Karten für das Rostocker Konzert an den hier bekannten Vorverkaufskassen, Eintrittskarten für das Konzert im Greifswalder Dom gibt es in der Dombuchhandlung, der Buchhandlung Scharfe, im Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft (Telefon 03834 86-3521), außerdem jeweils an den Abendkassen vor Ort.

Norddeutsche Philharmonie als Kulturbotschafter in Prag

Die Norddeutsche Philharmonie gastiert am 8. November 2014 als Kulturbotschafter der Hansestadt Rostock und des Landes Mecklenburg-Vorpommern im  Dvořák-Saal des Prager Rudolfinums.
Aus Anlass des 25. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs in Europa kommen unter der Leitung von Ulrich Backofen Werke von Beethoven, Dvorák und Schostakowitsch zur Aufführung, gemeinsam mit der Norddeutschen Philharmonie musizieren der Kühn-Chor Prag sowie die Sopranistin Romana Vaccaro.

Nähere Informationen zu diesem Konzert erhalten Sie auf der ankündigenden Konzertseite.