Beiträge in Kategorie:Spielzeit 2013/2014

10. Philharmonisches Konzert zum 150. Geburtstag von Richard Strauss

Mit ihrem 10. Philharmonischen Konzert beendet die Norddeutsche Philharmonie Rostock traditionell diese Reihe, nicht aber die laufende Spielzeit. Näheres zu den noch bevorstehenden Konzerten erfahren Sie am Ende dieses Beitrags.
Die drei Philharmonischen Konzerte finden am 21. und 23. Juni um 19:30 Uhr und am 22. Juni um 18:00 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und an der Abendkasse.


Den ankündigenden Text für dieses Konzert konnten wir dankenswerterweise wieder von Frau Pröber übernehmen, die ihn für den Ostseeanzeiger verfasste:

9. Philharmonisches Konzert mit dem Klavierduo Christina und Michelle Naughton

Am kommenden Wochenende steht uns mit dem 9. Philharmonischen Konzert bereits das vorletzte Philharmonische Konzert der laufenden Spielzeit bevor. Am 24. und 26. Mai 2014 um 19:30 Uhr und am 25. Mai 2014 um 18:00 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock hören wir die Norddeutsche Philharmonie Rostock unter Leitung ihres Generalmusikdirektors Florian Krumpöck, am Flügel erleben wir das Klavierduo Christina und Michelle Naughton. Zur Aufführung kommen Carl Maria von Webers Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz“, das Konzert C-Dur für Klavier zu vier Händen, op. 153 von Carl Czerny und Robert Schumanns 1. Sinfonie B-Dur op. 38 „Frühlingssinfonie“.
Karten erhalten Sie wie immer an den bekannten Vorverkaufskassen des Volkstheaters.


Der Solocellist der Norddeutschen Philharmonie, Norbert Wölz, war so freundlich, uns folgende einführende Zeilen zu diesem Konzert zur Verfügung zu stellen:

Musikalische Reise mit A-ROSA zu gewinnen:

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrtes Konzertpublikum, liebe Mitglieder der Philharmonischen Gesellschaft,

mit langem Applaus bedankte sich gestern das Rostocker Publikum bei der Norddeutschen Philharmonie für die Aufführung der 7. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Die Besucher des ausverkauften Großen Hauses verließen tief berührt und beeindruckt das Konzert. Die berühmte „Leningrader“ mit ihrem machtvollen Klang traf den Nerv der Menschen. Gerade angesichts aktueller Ereignisse in der Ukraine sind die Bedrohung durch Krieg, Gewalt und Unmenschlichkeit wieder hautnah ins Blickfeld gerückt. Der Rostocker Musikrezensent Heinz-Jürgen Staszak schrieb von einem „eindrucksvollen musikalischen Kraftakt“ und einem „großen Al-Fresco-Bild von Bedrohung, Widerstand, Opfer und Überwindung“, das die Musiker über fast 90 Minuten zeichneten. Und er verwies auf die „geistige Dimension der Schostakowitsch-Sinfonik, die es mit der irritierenden Situation des Menschengeschlechts zu tun hat, unermüdlich um seine Vermenschlichung zu ringen und dabei immer wieder entsetzliche Unmenschlichkeiten zu erzeugen und dennoch Hoffnung und Widerstand nicht aufzugeben.“ Das 8. Anrechtskonzert 2014 wird sicher bei vielen Zuhörern noch lange nachwirken.
Großer Dank geht an dieser Stelle an die 20 jungen Musiker der Rostocker Hochschule für Musik und Theater, die die Norddeutsche Philharmonie personell verstärkten, damit die musikalische Kraft und Ausdrucksstärke des Werkes zur vollen Entfaltung gebracht werden konnte. Bedanken möchte sich die Philharmonische Gesellschaft in diesem Zusammenhang auch noch einmal bei den Förderern und Sponsoren, die die Einbindung der Studenten möglich machten.

Musikalische Reise zu gewinnen:
Einer der Förderer – die A-ROSA Flussschiff GmbH mit Sitz in Rostock – nahm das 8. Anrechtskonzert zum Anlass, den Mitgliedern der Philharmonischen Gesellschaft eine Klassikreise per Schiff zu einem bevorzugten Preis anzubieten. Darüber hinaus kann die Philharmonische Gesellschaft mit Unterstützung von A-ROSA ein Gewinnspiel durchführen, zu dem Sie herzlich eingeladen sind. Es ist gedacht als Dankeschön für Ihre Treue gegenüber dem Verein und der Norddeutschen Philharmonie. Als Preis winkt eine musikalische Reise auf der Donau vom 17. bis 24. Mai für zwei Personen in einer Kabine. Die A-ROSA DONNA bringt Sie zu den Plätzen der Klassik, den Schaffensorten von Brahms, Schubert, Mozart und Beethoven. Reise-Details erhalten Sie in dieser Reiseankündigung.


Für das Gewinnspiel müssen Sie Ihre Teilnahme schriftlich bis zum 2. Mai 2014 20:00 Uhr, per Mail (info@philharmonische-gesellschaft-rostock.de) oder per Telefon unter 0381-8090221 bestätigen. Das Gewinnspiel wird wie folgt durchgeführt: Durch Ihre Teilnahme werden Sie auf eine Liste gesetzt und erhalten damit eine Teilnehmerziffer. Aus der Vielzahl der Ziffern wird der Gewinner ermittelt und per E-Mail bzw. telefonisch informiert. Sollte Ihnen das Glück bei der Verlosung nicht gewogen sein, haben Sie jedoch die Möglichkeit unter dem Hinweis „Mitglied der Philharmonischen Gesellschaft“ direkt bei dem Unternehmen A-ROSA zum bevorzugten Preis an der Reise teilzunehmen.

Wir wünschen Ihnen bei dem Gewinnspiel viel Glück und verbleiben mit freundlichen Grüßen,
Ihre Philharmonische Gesellschaft Rostock!


Bekanntgabe des Gewinners der A-Rosa Klassikreise: Gewonnen hat Frau Renate Kaphengst, die 82-Jährige Rostockerin freut sich auf ihre Donau-Reise. Sie besucht seit 60 Jahren regelmäßig die Konzerte der Norddeutschen Philharmonie, Dr. Thomas Diestel, der Vorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft stellte fest: „Das Losglück war wohl der Richtigen zugetan“.

Schostakowitschs „Leningrader“ im 8. Philharmonischen Konzert – erstmals seit 1985

Im 8. Philharmonischen Konzert der Norddeutschen Philharmonie Rostock unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Florian Krumpöck wird erstmals seit 1985 wieder Schostakowitschs Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 in Rostock zur Aufführung kommen. Ermöglicht mit der finanziellen Unterstützung der Philharmonischen Gesellschaft Rostock, wird das Orchester für dieses epochale Werk durch Studenten der Hochschule für Musik und Theater Rostock verstärkt.
Das Konzert findet am 26. und 28. April 2014 um 19:30 Uhr und am 27. April 2014 um 18:00 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie wie immer an den bekannten Vorverkaufskassen.

Im Folgenden lesen Sie einen einführenden Text des Solobassisten der Norddeutschen Philharmonie Rostock Frank Thoenes:

6. Philharmonisches Konzert – Beethoven-Programm mit Florian Krumpöck und Pauline Reguig

Das 6. Philharmonische Konzert der Norddeutschen Philharmonie Rostock unter der Leitung ihres GMD Florian Krumpöck steht ganz im Zeichen Ludwig van Beethovens.
Das Programm lässt sich als ein musikalischer Vorbote des Frühlings verstehen, sind doch die darin gespielten Werke allesamt Ergebnisse eines wahren Schaffensrausches, da der Meister in dieser Zeit, verliebt in Gräfin Josefine Brunsvik, eine Zeit großer Euphorie und heiterer Glücksgefühle erlebte. So charakterisiert ihn der Zeitgenosse Ignaz von Seyfried als “heiter, zu jedem Scherz aufgelegt, frohsinnig, munter, lebenslustig, witzig, nicht selten satirisch“ – all dies Attribute, die nicht unbedingt in die sonstigen Beschreibungen Beethovens Wesens passen.
Das 4. Klavierkonzert in G-Dur Opus 58, 1806 entstanden, wurde – wie auch das fünfte Klavierkonzert – dem Erzherzog Rudolf von Österreich, Beethovens Schüler und Mäzen (er setzte Beethoven eine Leibrente von 1500 Talern aus, um ihn in Wien zu halten) gewidmet, der Komponist spielte es zwei Jahre später noch selbst. Formal betrachtet ist hier die große beethovensche Konzertform voll entwickelt, Beethoven erweitert das bisherige Spektrum des klassischen Solokonzertes um sinfonische Aspekte, Solopart und Orchestertutti stehen nicht mehr blockweise gegenüber, sondern verschränken und beflügeln sich in mitunter zarter Lyrik. Florian Krumpöck wird das Konzert in klassischer Manier vom Flügel aus leiten.
Über die Entstehung der Violinromanze Nr.2 in F-Dur ist wenig bekannt, sie ist allerdings entgegen der Nummerierung älter als ihr Schwesterwerk, die Romanze für Violine Nr.1 in G-Dur. Auch hier bewegt sich Beethoven in empfindsamer Weise in lyrischen Gestaden. Pauline Reguig, Konzertmeisterin der Staatskapelle Weimar, wird bei diesem Stück als Solistin und Konzertmeisterin in Erscheinung treten.
Die 4. Sinfonie B-Dur Opus 60, in einer Konzertkritik aus der Allgemeinen musikalischen Zeitung von 1811 als „heiter, verständlich und sehr einnehmend“ bezeichnet, steht ebenso im Geiste der oben beschriebenen Gefühlslage des Bonner Meisters. Wenngleich Robert Schumann die dem Grafen Franz von Oppersdorf gewidmete Sinfonie als „romantischste“ aller Sinfonien Beethovens erscheint und sie ihn „an eine griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen“ (die 3. und 5. Sinfonie) gemahnt, soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, wie konzentriert und souverän der Komponist die ureigensten Mittel der Musik selbst einsetzt, ohne auch nur einen Moment akademisch zu wirken. Zu Recht tritt die „Vierte“ aus dem Schatten des Heroischen der 3. Sinfonie und dem Pathos, das der 5. Sinfonie zu eigen ist und erklingt, als Zeugnis höchster Meisterschaft musikalischer Reinheit.

Das 6. Philharmonische Konzert findet am 22. und 24. Februar um 19:30 Uhr und am 23. Februar um 18:00 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen des Volkstheaters.
Die Norddeutsche Philharmonie Rostock wird mit diesem Programm außerdem noch am Mittwoch, dem 26. Februar 2014 um 20:00 Uhr in der Stadthalle Eckernförde zu hören sein, sie setzt damit eine lieb gewonnene Tradition fort.