Philharmonie zum Film – „Buddenbrooks“ mit live gespielter Filmmusik

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt rund um das 120. Geburtstagsjubiläum der Norddeutschen Philharmonie erwartet die Freunde des renommierten Orchesters am heutigen Abend um 19.30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock. Gezeigt wird der mehrfach preisgekrönte Film „Buddenbrooks“ (D, 2008) des Regisseurs Heinrich Breloer. Die Norddeutsche Philharmonie Rostock spielt live dazu die Filmmusik von Hans Peter Ströer. Bereits 2008 hatte das Rostocker Orchester unter Leitung von Frank Strobel, Künstlerischer Direktor der Europäischen Filmphilharmonie, die Musik für die Kinofassung und den Fernsehfilm „Buddenbrooks“ aufgenommen. Jetzt gibt es ein Wiedersehen erstmals live vor Publikum.
Strobel freut sich darauf, nach Jahren „endlich wieder zurNorddeutschen Philharmonie zurückzukehren“. Die Live-Aufführung schließe sich an die vielen unvergesslichen Filmkonzerte an, die gemeinsam auf die Bühne gebracht wurden.
Der Film nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann um Aufstieg und Fall einer deutschen Kaufmannsfamilie wird den Zuschauern durch die Darstellerleistungen von Hollywoodstar Armin Mueller-Stahl und Top-Schauspielerin Iris Berben im Gedächtnis geblieben sein. „Ein grandioses Filmereignis“, betont Dr. Thomas Diestel, Vorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.. Vermutlich sei vielen Rostockern aber gar nicht bekannt, dass die Norddeutsche Philharmonie ihren Anteil am Erfolg hat. Der Rostocker Klangkörper gehört zum Verbund der Orchester, die von der Europäischen Filmphilharmonie seit ihrer Gründung im Jahr 2000 immer wieder für gemeinsame Projekte angefragt werden. Beispielsweise spielte die Norddeutsche Philharmonie die Musik für die ersten vier Commissario-Brunetti-Verfilmungen von Donna Leon ein: „Vendetta“ (2000), „Venezianische Scharade“ (2000), „In Sachen Signora Brunetti“ (2002) und „Nobilità“ (2002).
„Philharmonie zum Film“ – dieses Erlebnis, das dem Film neue Hör-Dimensionen verleiht, ist erst seit kurzem für Ton-Filme technisch machbar. Der originale Kinosound mit Sprache und Geräuschen wird übernommen, allerdings die Musik abgekoppelt, die dann live vom Orchester gespielt wird. „Technisch ist das Event eine große Herausforderung“, erklärt Corina Wenke, Dramaturgin des Rostocker Volkstheaters. Dirigent und Musiker werden an diesem Abend besonders hoch konzentriert arbeiten müssen, um in allen Momenten synchron zum Film zu bleiben. Technische Unterstützung geben Monitore für den Dirigenten und Musiker mit Solostücken. „Unser Anliegen ist es, die emotionale Wirkung des Films durch die Live-Musik authentisch zu verstärken“, sagt Dramaturgin Wenke.
Der Norddeutsche Rundfunk unterstützt die Rostocker Veranstaltung.

Termin für „Philharmonie zum Film“:  4. November 19.30 Uhr im Großen Haus Rostock.

Text: Anette Pröber

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