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Sergej Eisensteins Stummfilm „Panzerkreuzer Potemkin“ mit der Originalmusik von Edmund Meisel

Am Neujahrstag 1926 im Moskauer Bolschoi-Theater erstmals gezeigt, wurde dieser Streifen zur Sensation der Filmgeschichte: Panzerkreuzer Potemkin des damals noch völlig unbekannten erst 27jährigen Regisseurs Sergej Eisenstein. Fast im Alleingang, an der Seite nur den begabten Kameramann Edward Tissé, der die Handlung entwickelte, Drehorte und Schiffe fand, Laiendarsteller engagierte und die Rohfassungen der Dialoge schrieb, entstand der legendäre Film über die Matrosenrevolte im zaristischen Russland – revolutionär was das Sujet, aber auch die Filmtechnik betrifft. Mit dem neuartigen Montageverfahren mit Überblendungen der Filmbilder und einer unorthodoxen Schnitttechnik gelang ihm eine emotionale Wucht, die bis heute die Zuschauer bewegt und sie erschauern lässt.
Über die musikalische Begleitung dieser Moskauer Uraufführung weiß man heute wenig. Bei der Rostocker Aufführung spielt die Norddeutsche Philharmonie Rostock unter der Leitung des versierten Filmdirigenten Helmut Imig die Filmmusik, welche Edmund Meisel für die Berliner Premiere im April 1926 verfasste. Meisel folgte dabei streng den Anweisungen des Regisseurs und kreierte eine Musik, die zwar einige revolutionäre Liedmelodien zitiert, deren Schwerpunkt aber vor allem in einer eindrücklichen und fesselnden rhythmischen Gestaltung liegt.

Die Filmvorstellung „Panzerkreuzer Potemkin“ mit der Originalmusik von Edmund Meisel, adaptiert und instrumentiert von Helmut Imig findet am 8. November 2015 um 18:00 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufsstellen des Volkstheaters und an der Abendkasse.

Text: Corina Wenke (Volkstheater Rostock)