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2. Philharmonisches Konzert mit Harfensolistin Sarah Christ

Beim zweiten Philharmonischen Konzert wird die prominente deutsch-australische Künstlerin Sarah Christ in Rostock ihr Debüt mit der Norddeutschen Philharmonie geben. Die heute 35-jährige, die aus einer Musikerfamilie stammt, hat sich mit ihrer Harfe in die oberste Liga der Musikwelt gespielt und steht regelmäßig mit den größten Orchestern der Welt auf der Bühne. Bereits als 21-Jährige wurde sie eines der jüngsten Ensemble- Mitglieder der Wiener Staatsoper. Nach zwei Jahren entschied sie sich jedoch für eine solistische und kammermusikalische Tätigkeit. Parallel spielte sie in Orchestern wie
den Berliner Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Bayerischen Staatsoper oder dem Gewandhaus Orchester Leipzig und wurde seit 2004 von Claudio Abbado zum Luzern Festival Orchester eingeladen.
In Rostock wird Sarah Christ als Solistin im Konzert für Harfe und Orchester op. 74 von Reinhold Glière zu erleben
sein. Der russische Komponist deutscher Abstammung (1875-1956), der vor allem in Kiew und Moskau lebte und wirkte, galt als anerkannter Volkskünstler der UdSSR und hatte sich musikalisch der russischen Nationalromantik verschrieben. Viele folkloristische Elemente und Melodien, die er auf seinen vielen Reisen durch das große Land kennen lernte, lassen sich in seinen Werken finden. Das Konzert für Harfe
entstand 1938.
Eröffnet werden die drei Abende des zweiten Philharmonischen Konzertes mit dem Streicherstück „Insula deserta“ des Esten Erkki-Sven Tüür (geb. 1959), das er 1989 schrieb. Von 1979 bis 1984 war er Komponist, Flötist, Keyboarder und Sänger des von ihm gegründeten kammermusikalischen Rockensembles „In Spe“, das schnell zu einer der beliebtesten Rockgruppen in Estland avancierte. Erkki-Sven Tüür studierte und lehrte Komposition an der Estnischen Musikakademie in Tallinn.
Aus Estland kommt auch der 40-jährige Dirigent des Abends – Hendrik Vestmann. Er ist seit der Saison 2013/14 Chefdirigent der Oper Bonn. Vestmann wird im zweiten Teil des Konzertabends die „Schottische Sinfonie“ von Felix Mendelssohn Bartholdy erklingen lassen. Die Sinfonie Nr. 3 in a-Moll op.56 erlebte ihre Uraufführung 1842 im Leipziger Gewandhaus unter der Leitung des Komponisten. Erste Skizzen zu dem Werk schrieb Mendelssohn aber bereits 1829 unter dem Eindruck seiner Reise nach Schottland. Der damals 20-Jährige besuchte mit einem Freund die historischen Stätten um Maria Stuart, die nördlichen Highlands und die Hebriden und ließ sich von der düsteren Natur in ihren Bann ziehen. Aber erst 13 Jahre später vollendete er sein Werk.

Das 2. Philharmonische Konzert können Sie am Sonntag, 12. Oktober 2014 um 18:00 Uhr und am Montag und Dienstag (13. und 14. Oktober 2014) jeweils um 19:30 im Großen Haus des Volkstheaters Rostock erleben, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen des Volkstheaters.

Text: Anette Pröber, Fotos: Thilo Beu & © www.sarah-christ.de