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Weitere Musikfreunde und Mitstreiter gesucht

Der Verein der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V. engagiert sich seit seiner Gründung 1994 für die Norddeutsche Philharmonie, um den großartigen Klangkörper für Rostock und die Region zu erhalten und bessere Bedingungen für das Orchester und die Konzertfreunde zu schaffen. Heute zählt der Verein rund 190 Mitglieder.
„Es ist wichtig, Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen zu übernehmen und sich für Musik und Kultur in der Hansestadt stark zu machen“, sagt der Vorsitzende Dr. Thomas Diestel. Der Rostocker Unternehmer ist Geschäftsführer der Dr. Diestel GmbH und seit vielen Jahren als Klassikfan an der Spitze des Vereins tätig. Diestel erinnert daran, welche langjährigen kulturellen Traditionen es in der Hansestadt gibt. 1895 wurde das Theater und 1897 das Orchester gegründet. Aus solchen starken Wurzeln gelte es Kraft zu schöpfen, sagt er. Denn vom „ruhigen, stabilen Fahrwasser“ für die Norddeutsche Philharmonie sei man auch in der 119. Konzertsaison 2015/16 weit entfernt. Trotz der erfolgreichen letzten Spielzeit mit über 40.000 Zuhörern, einer mehr als 80-prozentigen Besucherauslastung und entsprechend hohen Einnahmen.
Als ein „sehr hoffnungsvolles Zeichen“ wertet Diestel die vom Verein initiierte Gründung der Stiftung für die Orchesterakademie. 100.000 Euro brachte der Verein als Grundkapital in die Verbrauchsstiftung ein. Orchesterdirektor Hans-Michael Westphal begrüßt die Initiative und erklärt: „Die Stiftung schafft die großartige Möglichkeit, junge Musiker in der Orchesterakademie auf den Orchesterberuf vorzubereiten und sie während dieser Zeit der Zusatzqualifikation
mit Stipendien zu unterstützen.“ Westphal wirkt auch im Vorstand der Stiftung mit und freut sich, dass die ersten Akademisten nach dem Bewerbungsverfahren bereits in der kommenden Spielzeit das Orchester verstärken werden. „Jedes große Orchester nutzt so eine Akademie, um talentierte junge Musiker zu gewinnen. Für den Nachwuchs, aber auch für das Orchester ist die Zusammenarbeit eine Befruchtung“, sagt Westphal, der seit 1985 im Orchester und seit 1991 als Solofagottist engagiert ist.
Der Verein der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V. freut sich über jeden Musikfreund und Mitstreiter. „Wir werden in der nächsten Zeit gezielt Mäzene ansprechen und um finanzielle Unterstützung für die Orchesterakademie werben. Wir freuen uns zudem über jeden, der mit kleinen Spenden dabei ist oder einfach seine Begeisterung bei uns einbringt“, unterstreicht Dr. Thomas Diestel als Vorsitzender des Vereins, der auch das Kuratorium
der Stiftung leitet.

Text und Foto: Anette Pröber

Landestreffen der Theater- und Orchesterfördervereine Mecklenburg-Vorpommerns am 18. November 2013 in Schwerin

Am 18. November 2013 trafen sich in Schwerin auf Einladung von Dr. Michael Jungrichter (Vorsitzender des Theaterfördervereines Schwerin) zeitgleich mit der Gründung der Ständigen Intendantenkonferenz des Landes die Theater- und Orchesterfördervereine Mecklenburg-Vorpommerns, um künftig ihre Kräfte im Kampf um den Erhalt der Theater- und Orchesterkultur im Land zu bündeln. Die Philharmonische Gesellschaft Rostock e.V. war durch Frau Christina Noe und Herrn Prof. Dr. med. habil. Chr. Plath vertreten.

Im Ergebnis dieser Konferenz wurde folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Pressemitteilung zum
Landestreffen der Theater- und Orchesterfördervereine Mecklenburg-Vorpommern

Aus Sorge um die Zukunft der Theater und Orchester haben sich am heutigen Tage Theater- und Orchesterfördervereine in Schwerin getroffen, um die aktuelle Situation zu diskutieren.
Wir sehen in der gesamten Debatte um die Theater- und Orchesterstruktur M-V eine falsche Herangehensweise: Nicht Finanzen, sondern Inhalte, Kulturentwicklung und Visionen für unser Bundesland gehören in den Vordergrund. In unserer Vision sollte M-V ein Tourismus-, Gesundheits-, Kultur- und Innovationsland werden, wobei wir einige der Ziele, die sich gegenseitig bedingen, bereits erreicht haben. Handlungsbedarf besteht insbesondere in den Bereichen Kultur und Innovation.
Wir verschließen uns finanziellen Aspekten nicht, aber sie haben eine dienende Funktion.
Kultur und damit Theater und Orchester sind Lebensmittel, sie sollten standortnah erfolgen.
Die Fördervereine haben vereinbart, sich stärker zu vernetzen und zu kooperieren. Für uns liegt die Zukunft der Theater und Orchester in der Kooperation. Kooperation kann und sollte auch über die Landesgrenze hinaus gedacht werden.
Als Fördervereine unterstützen wir sowohl die Optimierung der Prozesse in den einzelnen Theaterhäusern als auch das bürgerschaftliche Engagement des Theaterpublikums, dem wir uns in besonderer Weise verbunden fühlen.
Wir fordern die stärkere Einbindung der Theater- und Orchesterfördervereine in den weiteren Diskussionsprozess der Landesregierung. Die 700.000 Theaterbesucher wurden in den geplanten Reformprozess bisher nicht entsprechend ihrer Bedeutung einbezogen.
Das brennendste aktuelle Problem ist die Unsicherheit für die Theater- und Orchesterplanung der kommenden zwei Jahre. Es besteht keine Planungssicherheit, da die Landesregierung ihre Absichten noch im Unklaren lässt. Wir meinen: Über Finanzkürzungen dürfen keine Strukturentscheidungen getroffen werden.
Wir erwarten, dass die Landesregierung die Basis dafür schafft, dass die Theater und Orchester in ausreichender Weise ihre Angebote an das Publikum richten können. Dazu gehört auch unsere Forderung nach sofortiger Dynamisierung der Finanzausstattung. Wir verstehen nicht, weshalb das erst ab 2020 geschehen soll, obwohl derzeit die Finanzquellen kräftig sprudeln.
Auf Antworten und Lösungen zu den aufgeworfenen Fragen zielt das Engagement der Mitglieder der Fördervereine. Daher haben wir vereinbart, uns im Dezember erneut zu treffen.

Unterzeichner/innen
Theater- und Orchesterfördervereine der Bühnen
Barth
Greifswald
Putbus
Rostock
Schwerin
Stralsund
Neubrandenburg
Neustrelitz