7. Philharmonischen Konzert mit Beethovens „Eroica“, Webern und Mahler

Achtung, Änderung:
Aufgrund der Erkrankung des Dirigenten Patrick Lange, dem wir gute Genesung wünschen, wird das Konzert kurzfristig von Gerrit Prießnitz übernommen.

Das Philharmonische März-Konzert wird Beethoven-Freunde begeistern. Mit der berühmten 3. Sinfonie Es-Dur op. 55 erklingt ein Meisterwerk voller Kraft und Pathos, das Beethoven später als sein bedeutendstes Werk bezeichnete. Ludwig van Beethoven (1770-1827) hatte die Sinfonie, die 1802 und 1803 entstand, dem Feldherrn Napoleon und den Idealen der Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gewidmet. Sie sollte sogar den Titel Bonaparte tragen. Doch aus Enttäuschung darüber, dass sich Napoleon 1804 selbst zum Kaiser krönte, nahm Beethoven die Widmung zurück. Er soll das Deckblatt mit den Worten zerrissen haben: „Ist der auch nichts anderes, wie ein gewöhnlicher Mensch! Nun wird er auch alle Menschenrechte mit Füßen treten, nur seinem Ehrgeize fröhnen; er wird sich nun höher wie alle anderen stellen, ein Tyrann werden!“ Die Sinfonie erhielt den Titel „Sinfonia eroica“, die Heroische.

Dirigiert wird das 7. Philharmonische Konzert am 13., 14. und 15. März von dem jungen deutschen Dirigenten Patrick Lange. Der 34-Jährige, der seine musikalische Ausbildung im Knabenchor der Regensburger Domspatzen begann und im Alter von 12 Jahren seinen ersten Dirigierunterricht am Stadttheater Regensburg erhielt, hat nach dem Studium sehr schnell Karriere gemacht. 2007 gab er sein Debüt an der Komischen Oper Berlin, seit 2008/09 wirkte er dort als Erster Kapellmeister und von 2010 bis 2012 als Chefdirigent. Seitdem ist er auf den berühmtesten Opern- und Konzertbühnen zu Hause, dirigierte an der Wiener Staatsoper, an der Semperoper Dresden, an der Bayerischen Staatsoper in München, an der Oper Sydney, an der Pariser Oper und vielen mehr.

Für sein erstes Rostocker Konzert hat Patrick Lange ein Wiener Programm gewählt. Zu Beginn erklingt Anton Weberns (1883-1945) Passacaglia für Orchester op. 1. Passacaglia ist ursprünglich ein spanischer Volkstanz, der im 16. Jahrhundert nach Italien und Frankreich kam und zum Bühnentanz wurde. Das zehnminütige Werk wurde 1908 in Wien komponiert und im gleichen Jahr dort auch uraufgeführt. Von Gustav Mahler (1860-1911) werden „Lieder eines fahrenden Gesellen“ (1884) zu Gehör gebracht. Der österreichische Komponist war einer der bedeutendsten Komponisten der Spätromantik und einer der berühmtesten Dirigenten seiner Zeit. Der Liedzyklus entstand in einer Zeit, als Mahler Chorleiter und Kapellmeister in Kassel war und sich in eine Sopranistin verliebte, die seine Gefühle nicht erwiderte. Die Lieder schildern die Gedanken eines Gesellen, der in der Zeit seiner Wanderschaft zugleich versucht, eine unglückliche Liebschaft zu verarbeiten. In Rostock werden die Lieder von Bariton Björn Bürger (30) vorgetragen, festes Ensemblemitglied der Oper Frankfurt am Main.
Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn gibt es die Möglichkeit, an einer Konzerteinführung teilzunehmen, die Wissenswertes über die Komponisten und ihre Werke vermittelt.

Das 7. Philharmonische Konzert findet am 13. März um 18:00 Uhr sowie am 14. und 15. März um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt. Wie gewohnt sind Karten an den Vorverkaufskassen des Volkstheaters und (wenn noch vorhanden) an der Abendkasse erhältlich.

Text: Anette Pröber, Foto: Peter Dynow

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