8. Philharmonisches Konzert bietet Werke von Künstlern rund um die Ostsee

Die Konzertsaison 2014/2015 wird herausragend durch seine prominenten Gastdirigenten geprägt. So dürfen sich die Rostocker Konzertfreunde auf das 8. Philharmonische Konzert unter Leitung des Briten Justin Brown freuen, der seit 2008 Generalmusikdirektor des Badischen Staatstheaters Karlsruhe ist. In Rostock bringt er mit seinem Konzertprogramm die Philharmonische Baltic Line zum Erklingen. Er hat Werke von Künstlern rund um die Ostsee für die Rostocker herausgesucht: Ein Cellostück eines zeitgenössischen dänischen Komponisten, den dänischen Prinzen Hamlet vom russischen Großmeister Tschaikowsky und den deutschen Komponisten Robert Schumann.
Justin Brown studierte an der Cambridge University (Großbritannien) und in Tanglewood (USA) bei Seiji Ozawa und Leonard Bernstein und arbeitete später als Assistent bei Leonard Bernstein und Luciano Berio. Für seine Programmgestaltung beim Alabama Symphony Orchestra, wo er fünf Spielzeiten als Chefdirigent wirkte, wurde er 2010, 2011 und 2012 mit dem ASCAP-Award ausgezeichnet. Auf Einladung des renommierten „Spring for Music Festival“ dirigierte er im Mai 2012 das Orchester in der Carnegie Hall. Zahlreiche Gastengagements führten ihn an renommierte Opernhäuser und zu Orchestern weltweit, in Deutschland an die Bayerische Staatsoper München und zu den Dresdner Philharmonikern.
In Rostock wird Justin Brown als Highlight das Cellokonzert „Dreamscapes“ des in Skandinavien sehr bekannten dänischen Komponisten Jesper Koch (geb. 1967) zur Aufführung bringen. Als Solistin agiert die tschechische Künstlerin Michaela Fukačová, die das Werk 2007 auch zur Uraufführung spielte, und heute in Dänemark lebt. Fukačová gewann mit ihrem gefühlvollen Cellospiel bereits den renommierten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und kann auch einen Grammy ihr Eigen nennen. Diesen muss sie sich allerdings mit Generalmusikdirektor Justin Brown teilen, denn beide wurden für eine gemeinsame CD-Aufnahme ausgezeichnet.
Das Cellokonzert entführt mit der Klangsprache der Moderne in die Traumwelt der Romantik. Rezensenten beeindruckte die poetische und klangsatte Musik.
Peter Tschaikowski (1840 – 1893) gehörte bereits zu seinen Lebzeiten zu einem international bedeutenden Komponisten. Auch in Rostock wird er noch heute sehr geschätzt.  Seine „Hamlet“ Fantasie-Ouvertüre aus dem Jahr 1888 entstand kurzfristig auf Bitten eines Freundes, eines französischen Schauspielers. Das Musikstück war für eine Wohltätigkeitsveranstaltung gedacht, die dann aber abgesagt wurde. Tschaikowski vollendete das Stück trotzdem sehr kurzfristig, denn er hatte sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Hamlet auseinandergesetzt.
Von Robert Schumann (1810 – 1856) wird beim achten Anrechtskonzert die 4. Sinfonie in d-Moll op. 120 zu hören sein. Sie wurde im Sommer 1841 komponiert, einem sehr schaffensreichen Jahr des Komponisten, und zum Geburtstag seiner Frau Clara fertiggestellt. Allerdings erfuhr die Sinfonie eine umfassende Überarbeitung und wurde erst 1851 veröffentlicht. Chronologisch gesehen ist sie die zweite Sinfonie Schumanns.

Das 6. Philharmonische Konzert findet am 26. April um 18:00 Uhr und am 27. und 28. April um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen des Volkstheaters.

Text: Anette Pröber
Fotos: Künstler

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