Beiträge in Kategorie:Konzert

Atemberaubende Pianistin: Olga Scheps

2. Philharmonisches Konzert mit Werken von Tschaikowsky und Prokofjew

Beim 2. Philharmonischen Konzert der Saison setzt Marcus Bosch mit der Norddeutschen Philharmonie seine Russlandreise fort. Gespielt wird zu Beginn eines der populärsten Klavierkonzerte, das 1. Klavierkonzert op.23 in b-Moll von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893). Der russische Komponist Tschaikowsky gilt als einer der größten Komponisten des 19. Jahrhunderts und der Romantik. Das 1. Klavierkonzert, das Violinkonzert, seine drei letzten Sinfonien und die Oper „Eugen Onegin“ gehören zu den bekanntesten Kompositionen. Mit „Schwanensee“, „Dornröschen“ und dem „Nussknacker“ schuf er zudem drei der berühmtesten Ballettwerke der Musikgeschichte.
Das 1. Klavierkonzert entstand 1874 und geht thematisch auf ein ukrainisches Volkslied zurück. Das Werk wurde 1875 in Boston mit Hans von Bülow am Klavier uraufgeführt. Ihm war das Konzert auch gewidmet. In Rostock wird die international hochangesehene Pianistin Olga Scheps (32) zu erleben sein. Geboren in Moskau kam sie als Kind mit den Eltern nach Deutschland und lebt heute in ihrer Wahlheimat Köln. Die Echo-Preisträgerin konzertiert mit den weltweit führenden Orchestern und Dirigenten. Ihre Technik ist atemberaubend, die Kritiken sind überschwänglich. Olga Scheps gehört zum erlesenen Kreis der „Steinway-Artists“.
Nach der Pause wird die Sinfonie Nr. 2 D-Moll op. 40 von Sergej Prokofjew (1891-1953) zu hören sein, die dieser im Jahr 1925 in Paris zur Uraufführung brachte. Den Konzertbesuchern war sie zu jener Zeit zu wild und zu modern. Die Sinfonie stellt einen Höhepunkt im expressionistischen Schaffen von Prokofjew dar und ist spieltechnisch eine Herausforderung. Prokofjew hat sich mit dieser Sinfonie bis an sein Lebensende beschäftigt, er hat sie 1953 noch einmal grundlegend überarbeiten wollen. Doch der Tod kam ihm zuvor.

Eine Konzerteinführung mit viel Wissenswertem zu den Werken wird jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn im Ateliertheater gegeben. Am Dienstag findet nach dem Konzert die Philharmonische Lounge statt. Die Konzertgäste haben die Gelegenheit, mit den Musikern ins Gespräch zu kommen.

Termine: Großes Haus am 14.Oktober um 18.00 Uhr und am 15. und 16. Oktober um 19.30 Uhr, am Dienstag anschließend Philharmonische Lounge.

Text: Anette Pröber
Fotos: Uwe Arens, Ulf Krentz

Marcus Bosch startet Konzertreihe der Norddeutschen Philharmonie in Halle 207

Gäste des Eröffnungskonzertes am Sonntag treffen anschließend Dirigent und Musiker

Als Conductor in Residence übernimmt Marcus Bosch in der neuen Saison 2018/19 die künstlerische Verantwortung bei der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Bosch ist ein international renommierter Dirigent, der als Wunschkandidat des Orchesters für diese Tätigkeit an die Küste kommt. Er hat seinen Job als langjähriger Generalmusikdirektor des Nürnberger Staatstheaters beendet. Neben dem Engagement in der Hansestadt wirkt er als Erster Gastdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, als Heidenheims Opernfestspieldirektor und als Professor für Dirigieren an der Musikhochschule München. In Rostock steht Bosch auch dem Volkstheater zur Verfügung. Es sind für die nächsten drei Jahre je acht Konzertprojekte unter seiner Leitung geplant. Bosch sagte gegenüber der einheimischen Presse: „Ich freue mich sehr auf das Orchester am Meer.“
Nach dem Eröffnungskonzert am Sonntag sind alle Gäste herzlich zur „Philharmonischen Lounge“ eingeladen und können mit Marcus Bosch und den Musikern der Norddeutschen Philharmonie plaudern. Gesprächsstoff bieten die fulminanten Sinfonien, die auf dem Programm stehen.
Anders als ursprünglich angekündigt hören wir zum Auftakt des 1. Philharmonischen Konzerts der neuen Spielzeit das Konzert für Violoncello und Orchester d-moll von Edouard Lalo (1823-1892), dieses Stück schrieb der französische Komponist im Jahre 1876 in Zusammenarbeit mit dem belgischen Cellisten Adolphe Fischer, der das Werk auch im darauffolgenden Jahr zur Uraufführung brachte. Danach erklingt ein Werk des großen russischen Komponisten Sergej Prokofjew (1891-1953): das Adagio aus dem Ballett „Cinderella“ in einer Bearbeitung für Violoncello und Orchester von Wolfgang Emanuel Schmidt. Den Solopart beider Stücke wird die franco-belgische Cellistin Camille Thomas bestreiten. Sie wurde im vergangenen Herbst mit dem ECHO gekürt. Die Künstlerin begeistert mit ihrem natürlichen Charme und großer musikalischer Ausdrucksstärke.
Nach der Pause spielt die Norddeutsche Philharmonie die 1. Sinfonie von Gustav Mahler (1860-1911). Diese war zunächst als Sinfonische Dichtung unter der Leitung des 29-jährigen Komponisten am 20. November 1889 in Budapest aufgeführt worden. Die Uraufführung als reine Sinfonie fand am 16. März 1896 in Berlin statt. Beide Aufführungen stießen zu ihrer Zeit auf ein sehr geteiltes Echo. Aus heutiger Sicht ist die Aufregung über die fremdartig klingende neue Sinfonie kaum nachvollziehbar. Die Sinfonie gehört zu seinen klassisch-romantischsten Werken und steht in der Traditionslinie von Beethoven, Brahms und Bruckner. Das Erstlingswerk Mahlers wird heute gern und häufig gespielt.

Die Termine für das 1. Philharmonische Konzert in der Halle 207: 16. September um 18:00 Uhr sowie 17. und 18. September jeweils um 19:30 Uhr, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen, an der Abendkasse vor Ort sowie online.

Debütkonzert Tutti Orchester 800 „Die glorreichen Sieben“

Zum 800. Stadtjubiläum kann sich Rostock über ein neues Orchester freuen: Die Norddeutsche Philharmonie Rostock unter der Leitung ihres neuen Conductor in Residence Marcus Bosch hat instrumentenkundige und spielfreudige MusikerInnen aus Rostock und Umgebung zum gemeinsamen Konzert eingeladen. Profis und Laien musizieren side by side und stellen sieben Meisterwerke der Musikgeschichte vor: Musik von Wolfgang Amadeus Mozart über Georges Bizet, Johannes Brahms bis hin zu Elmer Bernsteins Filmmusik Die glorreichen Sieben. SolistInnen sind Katharina Kühn und Grzegorz Sobczak aus dem Musiktheaterensemble sowie die Rostocker Geigerin Carolin Lindner.

Das Konzert findet am Sonntag, dem 09. September 2018 um 18:00 Uhr  in der Halle 207 statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen, der Abendkasse vor Ort und auch online.

Hier einige Fotos des Hornisten Bernd Schwarz von den Proben zu diesem besonderen Konzert:

Haydns Schöpfung mit allen Kantoreien Rostocks zum Stadtjubiläum in St. Marien

Am kommenden Sonntag, dem 1. Juli 2018, kurz nach dem 800. Stadtgeburtstag am 24. Juni, werden alle Kantoreien Rostocks, begleitet von der Norddeutschen Philharmonie Rostock, unter Leitung von Prof. Markus J. Langer in der St.-Marien-Kirche das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn aufführen. Mit etwa 450 Ausführenden wird dieses Konzert in ähnlichen Dimensionen durchgeführt, wie es bei den großen Musikfestspielen der Romantik üblich war.
Dieser ganz besondere Veranstaltungshöhepunkt zum 800. Stadtgeburtstag Rostocks wird gestaltet von den Solistinnen und Solisten Emma Moore (Sopran), Jörg Dürmüller (Tenor), Daniel Ochoa (Bass) und Akane Müller-Matsui (Mezzosopran) sowie von der St.-Marien-Kantorei, der Kantorei Warnemünde, der Kantorei Luther-St. Andreas, von Kantoreien aus Bad Doberan, Satow und Lichtenhagen Dorf, vom Ökumenischen Chor „Cantate Domino“, vom Opernchor des Volkstheaters, dem Jacobichor Figuralchor St. Johannis und dem Rostocker Motettenchor.

Das Konzert findet am 1. Juli um 19:30 Uhr in der Marienkirche statt, Karten erhalten Sie im Schuhhaus Höppner, Kröpeliner Straße 48/49, 18055 Rostock (Tel. 0381 2036666) und im Piano Centrum Rostock, Lange Straße 13, 18055 Rostock (Tel. 0381 4909815) bzw. direkt an der Abendkasse.

Foto: Peter Dynow

Finale mit Nicholas Milton in Halle 207

Die wohl populärsten Werke von Edvard Grieg und Jean Sibelius im 10. Philharmonischen Konzert

Mit einem grandiosen musikalischen Finale werden die Philharmonischen Konzerte der Saison 2017/18 am kommenden Sonntag, Montag und Dienstag enden. Voller Dramatik, Pathos und nordischen Klängen. Es werden meisterliche Werke zweier bedeutender skandinavischer Komponisten dargeboten. Von Edvard Grieg (1843-1907), geboren im norwegischen Bergen, erklingt Peer Gynt, Musik zu Ibsens Drama (1874). In der zweiten Hälfte des Abends wird die wohl populärste Sinfonie des Finnen Jean Sibelius (1865-1957) gespielt, die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43.
Das 10. Philharmonische Konzert wird in der Halle 207 auf dem ehemaligen Gelände der Neptunwerft stattfinden, die besonderen Charme besitzt und als beste Konzerthalle der Stadt gilt. Die Norddeutsche Philharmonie Rostock musiziert unter der Leitung des australischen Dirigenten Nicholas Milton, der als Erster Gastdirigent dem Rostocker Orchester verbunden ist. Milton, bislang Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatsorchesters wechselt im August nach Göttingen und wird neuer Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Göttinger Symphonie Orchesters. Er wird auch weiterhin in Rostock gastieren.
Das musikalische Werk Peer Gynt hat den norwegischen Komponisten Grieg sehr bekannt gemacht. Grieg hatte auf Bitten von Ibsen die Dichtung zu einem Bühnenstück mit Musik umgearbeitet. Was vom Dichter zunächst als Lesedrama gedacht war und auf Feenmärchen basierte, feierte beim Publikum große Erfolge. Edvard Grieg begann im Sommer 1874 in Bergen mit der Komposition, die er ein Jahr später im dänischen Fredensborg fertigstellte. Neben den orchestralen Teilen, die Grieg später zu zwei Suiten zusammenfasste, gehören auch gesungene Teile zur eindrucksvollen Bühnenmusik, die beim Konzert in einer speziellen Fassung mit gesprochenen Texten zur Aufführung gelangen. In Rostock wird die junge Sopranistin Katharina Kühn die Zuhörer begeistern. Die Hannoveranerin gehört seit 2016 als festes Ensemblemitglied zum Volkstheater. Zu hören sind der Opernchor des Volkstheaters und die Singakademie Rostock e.V.. Als Sprecher fungieren die Schauspieler Sonja Hilberger und Frank Buchwald.
Nach der Pause erklingt die 2. Sinfonie von Sibelius, die dieser 1902 beendete, und die für viele Finnen als „Sinfonie der Unabhängigkeit“ gilt. Das populäre Werk verdeutlicht für sie den Kampf des Landes für seine Unabhängigkeit von Russland. Bekanntlich geriet Finnland nach der schwedischen Besetzung im 18. Jahrhundert immer stärker in den Einflussbereich des russischen Kaiserreiches und konnte erst 1917 seine Unabhängigkeit erklären. Die patriotischen Ambitionen des Komponisten sind allerdings nicht belegt. Nur seine vielfältigen musikalischen Anlehnungen an die Volksmusik und Volkspoesie lassen das erahnen.

Termine: 10. Philharmonisches Konzert in der Halle 207 am Sonntag, den 10. Juni 2018 um 18:00 Uhr, sowie am 11. und 12. Juni 2018 jeweils um 19:30 Uhr, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber
Foto: Martin Goffing