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Dirigent Ariel Zuckermann und Cellist Alban Gerhardt sind gemeinsam im 7. Philharmonischen Konzert zu erleben

Das 7. Philharmonische Konzert der Norddeutschen Philharmonie Rostock verspricht Hörgenuss der Extraklasse. Der deutsche Cellist Alban Gerhardt, der für Einspielungen seiner Cellokonzerte schon zweimal den ECHO-Musikpreis erhielt, wird im Großen Haus zu Gast sein. Der Berliner Musiker wird das berühmte Cellokonzert von Edward Elgar interpretieren, das melancholisch und kraftvoll zugleich ist.
Den britischen Komponisten Edward Elgar (1857-1934) kennen weltweit viele Menschen durch sein Werk „Pomp & Circumstance March No.1“. Darin enthalten die Hymne „Land of Hope and Glory“, jährlich ein Höhepunkt der Last Night oft he Proms. Der Brite hinterließ der Musikwelt auch zwei Solokonzerte, eines für Violine und eines für Cello. Das 1919 uraufgeführte Cellokonzert e-Moll op. 85 entstammt seiner letzten Schaffensperiode. Elgar beendete seine Partitur mit den Worten: „Finis. R.I.P.“ Es wurde sein letztes großes, vollendetes Werk. Nach der Uraufführung in der Londoner Queen’s Hall schrieb der Kritiker des Observer: „Das Werk ist wunderbar… von der bedeutungsschweren Einfachheit, die Elgars Musik der letzten Jahre kennzeichnet… von einer tiefen Weisheit und Schönheit, die seiner Einfachheit zugrunde liegt.“
Vor dem ausdrucksstarken Cellokonzert des Briten Edward Elgar werden in Rostock von der Norddeutschen Philharmonie die Orchesterskizzen „Stille und Umkehr“ des deutschen Komponisten Bernd Alois Zimmermann (1918-1970) dargeboten. Zimmermann gehörte zu den Komponisten der musikalischen Avantgarde, der in Auseinandersetzung mit der Neuen Musik zu einem eigenen Stil fand.
Am Pult der Norddeutschen Philharmonie Rostock steht an den drei Abenden des 7. Philharmonischen Konzertes der israelische Dirigent Ariel Zuckermann, seit 2015 Leiter und Dirigent des Israel Chamber Orchestra. Ariel Zuckermann hat sich zunächst als Flötist einen Namen erworben, errang Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, seit 2002 ist er Solist des renommierten Ensembles „The World Quintet“. Als Dirigent gründete er das Hermes-Orchester München, das vorwiegend aus führenden Mitgliedern verschiedener deutscher Orchester besteht.
Im zweiten Teil des Abends erklingt von Antonin Leopold Dvorák (1841-1904) die Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70. Sie gehört zu den großen drei Sinfonien (Nr.7, 8, 9) des tschechischen Komponisten, die er im Zenit seines Schaffens geschrieben hat. In diese Zeit fällt auch die Ernennung Dvoráks als Ehrenmitglied der Londoner Philharmonie-Gesellschaft, verbunden mit dem Auftrag, eine neue Sinfonie zu schreiben. Als Dirigent führte er seine 7. Sinfonie in der St. James Hall in London auf und feierte mit ihr einen der größten Erfolge.

Konzertbesucher, die mehr über die Werke und Komponisten des März-Konzertes erfahren möchten, können an einer etwa 15-minütigen Einführung teilnehmen, die eine halbe Stunde vor Konzertbeginn im Intendanzfoyer geboten wird.

Termine: 7. Philharmonisches Konzert im Großen Haus des Volkstheaters Rostock am 11. März um 18:00 Uhr , am 12. und 13. März um 19:30 Uhr, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber
Fotos: Peter Dynow