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Marcus Bosch startet Konzertreihe der Norddeutschen Philharmonie in Halle 207

Gäste des Eröffnungskonzertes am Sonntag treffen anschließend Dirigent und Musiker

Als Conductor in Residence übernimmt Marcus Bosch in der neuen Saison 2018/19 die künstlerische Verantwortung bei der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Bosch ist ein international renommierter Dirigent, der als Wunschkandidat des Orchesters für diese Tätigkeit an die Küste kommt. Er hat seinen Job als langjähriger Generalmusikdirektor des Nürnberger Staatstheaters beendet. Neben dem Engagement in der Hansestadt wirkt er als Erster Gastdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, als Heidenheims Opernfestspieldirektor und als Professor für Dirigieren an der Musikhochschule München. In Rostock steht Bosch auch dem Volkstheater zur Verfügung. Es sind für die nächsten drei Jahre je acht Konzertprojekte unter seiner Leitung geplant. Bosch sagte gegenüber der einheimischen Presse: „Ich freue mich sehr auf das Orchester am Meer.“
Nach dem Eröffnungskonzert am Sonntag sind alle Gäste herzlich zur „Philharmonischen Lounge“ eingeladen und können mit Marcus Bosch und den Musikern der Norddeutschen Philharmonie plaudern. Gesprächsstoff bieten die fulminanten Sinfonien, die auf dem Programm stehen.
Anders als ursprünglich angekündigt hören wir zum Auftakt des 1. Philharmonischen Konzerts der neuen Spielzeit das Konzert für Violoncello und Orchester d-moll von Edouard Lalo (1823-1892), dieses Stück schrieb der französische Komponist im Jahre 1876 in Zusammenarbeit mit dem belgischen Cellisten Adolphe Fischer, der das Werk auch im darauffolgenden Jahr zur Uraufführung brachte. Danach erklingt ein Werk des großen russischen Komponisten Sergej Prokofjew (1891-1953): das Adagio aus dem Ballett „Cinderella“ in einer Bearbeitung für Violoncello und Orchester von Wolfgang Emanuel Schmidt. Den Solopart beider Stücke wird die franco-belgische Cellistin Camille Thomas bestreiten. Sie wurde im vergangenen Herbst mit dem ECHO gekürt. Die Künstlerin begeistert mit ihrem natürlichen Charme und großer musikalischer Ausdrucksstärke.
Nach der Pause spielt die Norddeutsche Philharmonie die 1. Sinfonie von Gustav Mahler (1860-1911). Diese war zunächst als Sinfonische Dichtung unter der Leitung des 29-jährigen Komponisten am 20. November 1889 in Budapest aufgeführt worden. Die Uraufführung als reine Sinfonie fand am 16. März 1896 in Berlin statt. Beide Aufführungen stießen zu ihrer Zeit auf ein sehr geteiltes Echo. Aus heutiger Sicht ist die Aufregung über die fremdartig klingende neue Sinfonie kaum nachvollziehbar. Die Sinfonie gehört zu seinen klassisch-romantischsten Werken und steht in der Traditionslinie von Beethoven, Brahms und Bruckner. Das Erstlingswerk Mahlers wird heute gern und häufig gespielt.

Die Termine für das 1. Philharmonische Konzert in der Halle 207: 16. September um 18:00 Uhr sowie 17. und 18. September jeweils um 19:30 Uhr, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen, an der Abendkasse vor Ort sowie online.