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… auf den Seiten der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.!
Wir wollen Ihnen hier die Möglichkeit geben, aktuelle Informationen über unsere Vereinsarbeit und die Norddeutsche Philharmonie Rostock zu erhalten und eine Plattform schaffen, die es Ihnen ermöglicht, mit uns und mit dem Orchester in Kontakt zu kommen.
Wir werden uns bemühen, Termine und Informationen stets aktuell zu halten, trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir die Richtigkeit unserer Angaben keinesfalls garantieren können.
Bitte vergewissern Sie sich im Zweifel immer auf den Seiten des Volkstheaters Rostock!
Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Seite nutzen würden, um uns Ihre Wünsche und Hoffnungen, vielleicht auch Ihre Kritik, mitzuteilen. Dies gilt sowohl für die Arbeit unseres Vereins als auch für die Arbeit der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Gegebenenfalls leiten wir Ihre Anregungen gern weiter.

Bedeutende russische Werke und ein zeitgenössisches Klavierstück aus China beim 9. Philharmonischen Konzert

Zum dritten Mal wird der aus China stammende 1. Gastdirigent der Norddeutschen Philharmonie Yongyan Hu die Konzertleitung bei einem Philharmonischen Konzert in Rostock übernehmen. Auch diesmal hat er ein Stück aus seiner Heimat im Gepäck: das Klavierkonzert „Scent oft the Green Mango“ des chinesischen Komponisten Xiaogang Ye. Der 60-jährige Ye schrieb zahlreiche sinfonische Werke, Kammermusik, Film- und Bühnenmusik und gilt als einer der führenden zeitgenössischen Komponisten Chinas. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2008 in Peking wurde sein Klavierkonzert „Starry Sky“ von dem Starpianisten Lang Lang aufgeführt – weltweit live von drei Milliarden Zuschauern verfolgt. Die Gegensätze von Tradition und Moderne, östlichem und westlichem Denken spielen im Werk des Komponisten eine zentrale Rolle. Inspirationen für die Musik durch tropische Pflanzen. Das Klavierkonzert, das in Rostock vorgestellt wird, gehört zu einer Reihe von Kompositionen, in denen sich Ye von tropischen Pflanzen und der Natur inspirieren ließ. Dazu meinte der Komponist, der das Werk 2014 in Deutschland zur Uraufführung brachte: „Ich ziehe meine Inspiration gewöhnlich aus meiner Neugierde gegenüber der  unberührten Natur, der Verehrung von unantastbarer Schönheit. In der klassischen chinesischen Ästhetik spiegeln Pflanzen, Berge oder Flüsse die Gefühle und den Geist ihres Schöpfers wider.“ Die Musik entführe in die heißen Subtropen, in feucht-warme Gefilde, die die Pflanzen üppig wuchern ließen. Es sei kein Klavierkonzert im herkömmlichen Sinne, meinte Ye, eher ein Werk Chopins aus dem 21. Jahrhundert. Der chinesische Komponist wird, aller Voraussicht nach, in Rostock Gast der Philharmonischen Konzerte sein.
Gespielt wird das anspruchsvolle Klavierstück „Scent of the Green Mango“ von der chinesischen Pianistin Fei-Fei Dong, die in den USA lebt und an der Juilliard School in New York studiert. Sie wurde 1990 in Shenzhen geboren und gab ihr erstes Klavierkonzert im Alter von zehn Jahren. Drei Jahre später debütierte sie als Solistin mit dem Jugendorchester von Macau. Seitdem hat Fei-Fei Dong mit dem Hong Kong Symphony Orchestra und dem Orchester der Academy of Aspen zusammen gearbeitet.
Unter Leitung von Yongyan Hu werden außerdem große russische Komponisten beim 9. Philharmonischen Konzert zu Gehör gebracht. Die Norddeutsche Philharmonie spielt zum Auftakt der Konzertabende die Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ von Peter Tschaikowski (1840 – 1893). Das Stück, das auf dem gleichnamigen Theaterstück des Dramatikers William Shakespeare basiert, gilt als Tschaikowskis erstes Meisterwerk, das 1869 entstand, 1870 und 1880 aber noch einmal überarbeitet wurde. Tschaikowski erzählt darin nicht etwa die Handlung des Theaterstücks mit musikalischen Mitteln, er konzentriert sich auf die Kerninhalte, die Liebe zwischen dem Paar, den Streit zwischen den Adelsfamilien und die Hilfsbereitschaft und Güte des Paters Lorenzo. Die drei Themenkomplexe werden musikalisch deutlich herausgearbeitet und entwickeln sich im Konflikt miteinander, dramatisch und klanggewaltig.
Zum Abschluss der Konzertabende erklingt in Rostock die Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100 von Sergej Prokofjew (1891 – 1953). 1944 komponiert und am 13. Januar 1945 in Moskau uraufgeführt, ist diese Sinfonie durch die Kriegsereignisse bestimmt, klangvoll mächtig und heroisch. Heute ist sie sein bekanntestes und am meisten aufgenommenes sinfonisches Werk.
Prokofjew besaß schon in frühem Alter ein großes musikalisches Talent. 13-jährig begann er am Sankt Petersburger Konservatorium ein Studium für Komposition, Klavier und das Dirigieren. Er machte sich als brillanter Pianist schnell einen Namen, reiste viel und gab Konzerte. Diese erste „russische Periode“ war gekennzeichnet durch große vitale musikalische Kraft, aber auch eigenwillige Rhythmen und sarkastischen Humor. Nach der Oktoberrevolution 1918 ging der Sohn eines Gutsbesitzers ins Ausland, zunächst in die USA, dann nach Frankreich. Es schloss sich musikalisch die „Auslandsperiode“ an, die Musik wurde moderner und experimenteller. Nach mehreren Jahren der Annäherung an seine Heimat und dem Pendeln zwischen Paris und Moskau kehrte er 1936 endgültig nach Moskau zurück. Die „sowjetische Periode“ seines Schaffens begann, die produktivste seines Lebens. Viele der bedeutendsten Werke entstanden. Prokofjew besann sich auf die guten Traditionen russischer Volksmusik und seine Musik wurde verständlicher und lyrischer. Prokofjew zählt heute zu den Klassikern der Moderne, der einen eigenen und neuartigen Stil fand und viele Komponisten nachfolgender Generationen beeinflusste.
Die Rostocker Zuhörer dürfen gespannt sein, wie der chinesische Konzertdirigent Yongyan Hu gemeinsam mit der Norddeutschen Philharmonie die 5. Sinfonie von Prokofjew interpretiert.
An dieser Stelle sei auch bereits verraten, dass es nicht das letzte gemeinsame Konzerterlebnis von Dirigent und Orchester sein wird. Die Zusammenarbeit mit Yongyan Hu wird eine Fortsetzung finden, da die Chemie zwischen dem Orchester und dem Dirigenten stimmt, eine ganz besonders harmonische ist.

Das 9. Philharmonische Konzert findet am Sonntag, 22. Mai 2016 um 18:00 Uhr sowie Montag und Dienstag (23. & 24. Mai) jeweils um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und (wenn noch vorhanden) an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber, Fotos: Jiyang Chen, Peter Dynow

8. Philharmonisches Konzert: Wiedersehen mit Florian Krumpöck am Klavier

Mit schneller Feder in wenigen Wochen komponiert und dann in mühevoller Kleinarbeit verfeinert. So entstand eines der bedeutendsten Werke tschechischer Klavierliteratur: Antonin Dvoráks Klavierkonzert in g-Moll. Der Komponist schrieb das Werk im August und September 1876 in Prag, zwei Jahre später wurde es uraufgeführt. Vom ersten Federstrich bis zum Erstdruck des Werkes vergingen jedoch sieben Jahre, in denen Dvorák immer wieder korrigierte. Die handschriftliche Partitur weist ungewöhnlich viele Ergänzungen mit Bleistift, Rotstift, Blaustift sowie in roter Tinte und viele überklebte Stellen auf.
Die Norddeutsche Philharmonie spielt dieses große romantische Werk für Klavier und Orchester unter der Leitung von Marcus Bosch, der seit 2011 Generalmusikdirektor des Staatstheaters und der Staatsphilharmonie Nürnberg ist. Bosch trifft auf den ehemaligen Rostocker Generalmusikdirektor Florian Krumpöck, der den Klavierpart übernommen hat. Krumpöck hat sich in Rostock vor allem mit zahlreichen Musiktheater-Premieren und Sinfoniekonzerten einen Namen gemacht, mit dem Mahler-Zyklus oder auch dem Beethoven-Marathon mit den neun Sinfonien an vier aufeinanderfolgenden Tagen im IGA-Park. In mehreren Konzerten agierte Florian Krumpöck als dirigierender Pianist.
Sowohl Bosch als auch Krumpöck haben sich bereits mehrfach intensiv mit dem Werk von Antonin Dvorák (1841 – 1904) befasst, der Einflüsse von Klassik und Romantik mit Elementen der Volksmusik verband. Der tschechisch-folkloristische oder auch slawische Stil prägte mehrere Schaffensperioden des Böhmen. Die Musik strahlt Heimatliebe, Naturverbundenheit und tiefe Religiosität aus. Mit Dvoráks vielseitigem Werk fand das tschechische Musikschaffen seine unverwechselbare nationale Identität.
Eine ähnliche Rolle wie Dvorák für die Tschechen spielte Bela Bartók (1881 – 1945) für die Ungarn. Der in Groß-Sankt-Nikolaus/Nagyszentmiklos geborene Komponist, Pianist und Musikethnologe gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Moderne. Auch Bartók faszinierte die Schlichtheit und Direktheit der Volksmusik und des Volksliedes, gern ließ er sich inspirieren und suchte nach einem eigenen harmonischen Stil.
Beim 8. Anrechtskonzert der Norddeutschen Philharmonie wird eines der bekanntesten Stücke Bartóks zu Gehör gebracht, das „Konzert für Orchester“. Es entstand 1943 in den USA, in die er 1940 vor dem Faschismus emigriert war. Die Angst, dass sein Heimatland eine deutsche Kolonie werden könnte, trieb Bartók „weg aus der Nachbarschaft dieses verpesteten Landes“ und veranlasste ihn zu einem „Sprung ins Ungewisse aus dem gewussten Unerträglichen.“ Heimisch wurde Bartók allerdings nicht, er fühlte sich in den USA nicht wohl, was sich auf die Gesundheit auswirkte. Da an seinen Werken nur geringes Interesse bestand, war auch die finanzielle Lage der Familie schwierig. Die amerikanische Vereinigung der Komponisten, Autoren und Verleger ermöglichte ihm eine Heilbehandlung und unterstützte auch durch die Auftragsvergabe von Werken.
So schrieb Bartók das Werk „Konzert für Orchester“ als Auftragsarbeit für die Stiftung des Dirigenten Sergei Kussewitzki. Es wurde eines der bekanntesten und beliebtesten Werke Bartóks. Am 26. September 1945 starb Béla Bartók in New York City an Leukämie. Er wurde auf dem Ferncliff-Friedhof in New York beerdigt. Erst 1988, angesichts des politischen Tauwetters in Ungarn, konnten die sterblichen Überreste nach Budapest überführt und dort am 7. Juli im Rahmen eines Staatsbegräbnisses auf dem Friedhof Farkasrét beigesetzt werden. Bartók gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Vielen Menschen wurde auch Bartóks Klavierstück Allegro barbaro in der Adaption der Musikgruppe Emerson, Lake and Palmer auf deren Debütalbum bekannt. Der am 12. März 1988 entdeckte Asteroid (4132) Bartók wurde 1989 nach ihm benannt.

Die Konzerttermine für das 8. Philharmonische Konzert sind Sonntag, 3. April 2016 um 18:00 Uhr sowie Montag und Dienstag (4. & 5. April) jeweils um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und (wenn noch vorhanden) an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber, Fotos: Peter Dynow

Weitere Musikfreunde und Mitstreiter gesucht

Der Verein der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V. engagiert sich seit seiner Gründung 1994 für die Norddeutsche Philharmonie, um den großartigen Klangkörper für Rostock und die Region zu erhalten und bessere Bedingungen für das Orchester und die Konzertfreunde zu schaffen. Heute zählt der Verein rund 190 Mitglieder.
„Es ist wichtig, Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen zu übernehmen und sich für Musik und Kultur in der Hansestadt stark zu machen“, sagt der Vorsitzende Dr. Thomas Diestel. Der Rostocker Unternehmer ist Geschäftsführer der Dr. Diestel GmbH und seit vielen Jahren als Klassikfan an der Spitze des Vereins tätig. Diestel erinnert daran, welche langjährigen kulturellen Traditionen es in der Hansestadt gibt. 1895 wurde das Theater und 1897 das Orchester gegründet. Aus solchen starken Wurzeln gelte es Kraft zu schöpfen, sagt er. Denn vom „ruhigen, stabilen Fahrwasser“ für die Norddeutsche Philharmonie sei man auch in der 119. Konzertsaison 2015/16 weit entfernt. Trotz der erfolgreichen letzten Spielzeit mit über 40.000 Zuhörern, einer mehr als 80-prozentigen Besucherauslastung und entsprechend hohen Einnahmen.
Als ein „sehr hoffnungsvolles Zeichen“ wertet Diestel die vom Verein initiierte Gründung der Stiftung für die Orchesterakademie. 100.000 Euro brachte der Verein als Grundkapital in die Verbrauchsstiftung ein. Orchesterdirektor Hans-Michael Westphal begrüßt die Initiative und erklärt: „Die Stiftung schafft die großartige Möglichkeit, junge Musiker in der Orchesterakademie auf den Orchesterberuf vorzubereiten und sie während dieser Zeit der Zusatzqualifikation
mit Stipendien zu unterstützen.“ Westphal wirkt auch im Vorstand der Stiftung mit und freut sich, dass die ersten Akademisten nach dem Bewerbungsverfahren bereits in der kommenden Spielzeit das Orchester verstärken werden. „Jedes große Orchester nutzt so eine Akademie, um talentierte junge Musiker zu gewinnen. Für den Nachwuchs, aber auch für das Orchester ist die Zusammenarbeit eine Befruchtung“, sagt Westphal, der seit 1985 im Orchester und seit 1991 als Solofagottist engagiert ist.
Der Verein der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V. freut sich über jeden Musikfreund und Mitstreiter. „Wir werden in der nächsten Zeit gezielt Mäzene ansprechen und um finanzielle Unterstützung für die Orchesterakademie werben. Wir freuen uns zudem über jeden, der mit kleinen Spenden dabei ist oder einfach seine Begeisterung bei uns einbringt“, unterstreicht Dr. Thomas Diestel als Vorsitzender des Vereins, der auch das Kuratorium
der Stiftung leitet.

Text und Foto: Anette Pröber

7. Philharmonischen Konzert mit Beethovens „Eroica“, Webern und Mahler

Achtung, Änderung:
Aufgrund der Erkrankung des Dirigenten Patrick Lange, dem wir gute Genesung wünschen, wird das Konzert kurzfristig von Gerrit Prießnitz übernommen.

Das Philharmonische März-Konzert wird Beethoven-Freunde begeistern. Mit der berühmten 3. Sinfonie Es-Dur op. 55 erklingt ein Meisterwerk voller Kraft und Pathos, das Beethoven später als sein bedeutendstes Werk bezeichnete. Ludwig van Beethoven (1770-1827) hatte die Sinfonie, die 1802 und 1803 entstand, dem Feldherrn Napoleon und den Idealen der Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gewidmet. Sie sollte sogar den Titel Bonaparte tragen. Doch aus Enttäuschung darüber, dass sich Napoleon 1804 selbst zum Kaiser krönte, nahm Beethoven die Widmung zurück. Er soll das Deckblatt mit den Worten zerrissen haben: „Ist der auch nichts anderes, wie ein gewöhnlicher Mensch! Nun wird er auch alle Menschenrechte mit Füßen treten, nur seinem Ehrgeize fröhnen; er wird sich nun höher wie alle anderen stellen, ein Tyrann werden!“ Die Sinfonie erhielt den Titel „Sinfonia eroica“, die Heroische.

Dirigiert wird das 7. Philharmonische Konzert am 13., 14. und 15. März von dem jungen deutschen Dirigenten Patrick Lange. Der 34-Jährige, der seine musikalische Ausbildung im Knabenchor der Regensburger Domspatzen begann und im Alter von 12 Jahren seinen ersten Dirigierunterricht am Stadttheater Regensburg erhielt, hat nach dem Studium sehr schnell Karriere gemacht. 2007 gab er sein Debüt an der Komischen Oper Berlin, seit 2008/09 wirkte er dort als Erster Kapellmeister und von 2010 bis 2012 als Chefdirigent. Seitdem ist er auf den berühmtesten Opern- und Konzertbühnen zu Hause, dirigierte an der Wiener Staatsoper, an der Semperoper Dresden, an der Bayerischen Staatsoper in München, an der Oper Sydney, an der Pariser Oper und vielen mehr.

Für sein erstes Rostocker Konzert hat Patrick Lange ein Wiener Programm gewählt. Zu Beginn erklingt Anton Weberns (1883-1945) Passacaglia für Orchester op. 1. Passacaglia ist ursprünglich ein spanischer Volkstanz, der im 16. Jahrhundert nach Italien und Frankreich kam und zum Bühnentanz wurde. Das zehnminütige Werk wurde 1908 in Wien komponiert und im gleichen Jahr dort auch uraufgeführt. Von Gustav Mahler (1860-1911) werden „Lieder eines fahrenden Gesellen“ (1884) zu Gehör gebracht. Der österreichische Komponist war einer der bedeutendsten Komponisten der Spätromantik und einer der berühmtesten Dirigenten seiner Zeit. Der Liedzyklus entstand in einer Zeit, als Mahler Chorleiter und Kapellmeister in Kassel war und sich in eine Sopranistin verliebte, die seine Gefühle nicht erwiderte. Die Lieder schildern die Gedanken eines Gesellen, der in der Zeit seiner Wanderschaft zugleich versucht, eine unglückliche Liebschaft zu verarbeiten. In Rostock werden die Lieder von Bariton Björn Bürger (30) vorgetragen, festes Ensemblemitglied der Oper Frankfurt am Main.
Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn gibt es die Möglichkeit, an einer Konzerteinführung teilzunehmen, die Wissenswertes über die Komponisten und ihre Werke vermittelt.

Das 7. Philharmonische Konzert findet am 13. März um 18:00 Uhr sowie am 14. und 15. März um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt. Wie gewohnt sind Karten an den Vorverkaufskassen des Volkstheaters und (wenn noch vorhanden) an der Abendkasse erhältlich.

Text: Anette Pröber, Foto: Peter Dynow

Orchesterakademie sucht Förderer und Zustifter

Die Philharmonische Gesellschaft Rostock gründete zu Beginn des Jahres 2016 die Verbrauchsstiftung Orchesterakademie. Ziel der Stiftung ist es, talentierte junge Musiker nach Rostock zu holen und diesen mit einem Stipendium die Möglichkeit zu geben, bei der Norddeutschen Philharmonie Orchestererfahrung zu sammeln. Wenige Wochen nach dem Start befragte der Ostsee-Anzeiger den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Orchesterakademie, Jochen Bruhn.
Welche Resonanz findet die Orchesterakademie?
Jochen Bruhn: Es gab bereits sehr viel positives Feedback. Orchesterakademien haben eine lange Tradition. Jedes bedeutende Orchester versucht durch eine Akademie, junge Talente auf sich aufmerksam zu machen und diese zu fördern. Mit dem Start unserer Stiftung und Akademie haben wir in Rostock ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft des Orchesters gesetzt. Das hat Anerkennung gefunden und auch erste Zusagen eingebracht, uns finanziell zu unterstützen. Denn natürlich möchten wir das vorhandene 100.000 Euro Stiftungskapital möglichst schnell erhöhen, um wirkungsvoll arbeiten zu können.
Wie weit ist das Projekt fortgeschritten?
Jochen Bruhn: Erste Hürden sind genommen. Für die kommende Saison sind durch den Stiftungsvorstand drei Akademisten für die Instrumente Violine, Trompete und Posaune ausgeschrieben worden. Nach dem Eingang der Bewerbungen werden die Musiker zum Vorspielen eingeladen.
Was hat Sie persönlich bewegt, sich für die Orchesterakademie zu engagieren?
Jochen Bruhn: Die Norddeutsche Philharmonie wurde 1897 in Rostock gegründet und bringt somit seit über 100 Jahren Rostocker Bürgern klassische Musik nahe. Diese Tradition möchte ich fortgesetzt sehen. Klassische Musik weckt Emotionen, wirkt inspirierend und ist nicht zuletzt ein großer kultureller Schatz, den es zu erhalten gilt. Dafür engagiere ich mich und versuche auch andere zu begeistern, sich einzubringen.
Wie kann man die Stiftung unterstützen?
Jochen Bruhn: Wir freuen uns über jeden, der unser Anliegen unterstützt und in den musikalischen Nachwuchs investiert. Der Vorstand der Stiftung, aber auch der Vorstand der Philharmonischen Gesellschaft, erteilen zu Spenden oder Zustiftungen gern Auskünfte. Ansprechpartner sind bei jedem Anrechtskonzert im Großen Haus vertreten.
Kontakt kann per E-Mail an akademiestiftung@norddeutsche-philharmonie.de oder über die Adresse Verbrauchsstiftung Orchesterakademie, Norddeutsche Philharmonie Rostock, c/o Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholdung GmbH, Fischerweg 408, 18069 Rostock, aufgenommen werden.

Interview: Anette Pröber