Herzlich willkommen …

… auf den Seiten der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.!
Wir wollen Ihnen hier die Möglichkeit geben, aktuelle Informationen über unsere Vereinsarbeit und die Norddeutsche Philharmonie Rostock zu erhalten und eine Plattform schaffen, die es Ihnen ermöglicht, mit uns und mit dem Orchester in Kontakt zu kommen.
Wir werden uns bemühen, Termine und Informationen stets aktuell zu halten, trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir die Richtigkeit unserer Angaben keinesfalls garantieren können.
Bitte vergewissern Sie sich im Zweifel immer auf den Seiten des Volkstheaters Rostock!
Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Seite nutzen würden, um uns Ihre Wünsche und Hoffnungen, vielleicht auch Ihre Kritik, mitzuteilen. Dies gilt sowohl für die Arbeit unseres Vereins als auch für die Arbeit der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Gegebenenfalls leiten wir Ihre Anregungen gern weiter.

Start in die neue Saison mit Vilde Frang und Nils Mönkemeyer

Der Start in die neue Spielzeit könnte schöner kaum sein, nach einer erfüllten Woche beim Sommercampus 2016 der Hochschule für Musik und Theater Rostock und einem ersten Konzert mit dem Oboisten Albrecht Mayer findet heute, am 25. August 2016 um 19.30 Uhr im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ein sommerliches Konzert in Niendorf auf der Insel Poel statt. Unter dem Motto „Saitensprünge“ präsentieren sich herausragende Teilnehmer des diesjährigen Sommercampus, aber auch deren Dozenten.
Unter anderem begleitet die von Wojciech Rajski geleitete Norddeutsche Philharmonie Rostock die Geigerin Vilde Frang und den Bratscher Nils Mönkemeyer. Beide Solisten spielen Mozarts Sinfonia concertante, hier ein Foto von der heutigen Generalprobe in der HMT.

Morgen findet dann ebenfalls um 19:30 Uhr im Katharinensaal der HMT in Kooperation mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern das Abschlusskonzert des diesjährigen Sommercampus statt. Auch hier wird die Norddeutsche Philharmonie unter der Leitung von Wojcech Rajski junge Teilnehmer der Meisterkurse begleiten, es werden unter anderem Werke von Robert Schumann, Bela Bartok, Johann Sebastian Bach und Giacomo Puccini zu hören sein.

Text & Foto: Peter Dynow

Klassik unterm Segeldach im IGA-Park

Freunde der Norddeutschen Philharmonie können sich wieder auf spannende Sommerkonzerte freuen. Am 1. und 2. Juli 2016 spielt die Norddeutsche Philharmonie unter dem markanten Segeldach im IGA-Park. Seit Jahren sind diese Open-Air-Konzerte sehr beliebt.
Am ersten Tag heißt es ab 20:00 Uhr „Viva Espana“. Dirigent Manfred Hermann Lehner und das Orchester werden die Zuhörer mit auf eine musikalische Spanienreise nehmen. Für typisch spanische Rhythmen sorgen unter anderem Georges Bizets „Carmen“-Suite, Alexis-Emanuel Chabriers Rhapsodie „Espana“ und Maurice Ravels „Bolero“.
Das Motto des zweiten Konzertes lautet „We are the Champions“ und widmet sich vor allem dem Thema Sport, es begleitet musikalisch die Fußball-EM 2016. Die musikalische Leitung hat der australische Gastdirigent Nicholas Milton. Solistin ist die Mezzosopranistin Jasmin Etezadzadeh.
Dieses Open-Air-Ereignis beginnt bereits um 18:00 Uhr. Karten sind an allen Vorverkaufsstellen des Theaters erhältlich.

ACHTUNG: Für die beiden Konzerte der Reihe KLASSIK IM PARK am 01. & 02.07. 2016 gibt es bis zum 28. Juni 30% Rabatt an der Theaterkasse, bitte teilen Sie dort Ihren Rabattwunsch mit!

Text: Anette Pröber, Foto: Bernd Schwarz

Philharmonischer Saisonabschluss mit Opernchor und Singakademie: märchenhaft, freudvoll, sommerlich

Mit Florian Krumpöck wird ein guter alter Bekannter das 10. Philharmonische Konzert der Norddeutschen Philharmonie am kommenden Sonntag, Montag und Dienstag im Großen Haus leiten.
Der österreichische Pianist und Dirigent, ehemaliger Generalmusikdirektor in Rostock, ist jetzt freiberuflich tätig. Er hat zum Saisonabschluss ein leicht beschwingtes, sommerliches Programm für das Rostocker Publikum gewählt.
Im ersten Teil des Abends erklingen die Ouvertüre zu „Ein Sommernachtstraum“ op. 21 und Ausschnitte aus der Bühnenmusik op.61, die Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) schrieb. Die Ouvertüre komponierte Mendelssohn im Sommer 1826 im Alter von 17 Jahren. In ihr spiegelt sich seine Begeisterung für die fantastische Märchenwelt und den poetischen Zauber, den Shakespeare in seinem „Sommernachtstraum“ entwarf. Der junge Mendelssohn besaß ein außergewöhnliches Talent, hatte schon früh mit dem Komponieren begonnen.
Im Alter von elf Jahren verfasste er bereits 60 Werke, darunter Lieder, Klaviersonaten und Orgelstücke. Die Sommernachtstraum-Ouvertüre führte er übrigens erstmals im Herbst 1826 in der Leipziger Straße 3 in Berlin auf. Dort befindet sich heute der Sitz des Deutschen Bundesrates im ehemaligen Preußischen Herrenhaus.
Der Sommernachtstraum sollte den Komponisten später noch einmal intensiv beschäftigen. Im Jahr 1843 schrieb Mendelssohn im Auftrag des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. für eine Aufführung des Sommernachtstraums im Neuen Palais in Potsdam zwölf weitere Musiknummern. Es entstand eine Sammlung von instrumentalen, vokalen und melodramatischen Stücken, von denen der Hochzeitsmarsch das wohl berühmteste Stück ist. So stellt der „Sommernachtstraum“ heute ein zweiteiliges Musikwerk aus der einsätzigen Ouvertüre und der mehrsätzigen Bühnenmusik dar und gehört zu den meist gespielten Werken des Komponisten.
Die Rostocker Konzertfreunde können sich bei der Aufführung auf die Frauen des Opernchores und der Singakademie freuen. Als Sopranistinnen werden Jamila Raimbekova und Theresa Grabner zu erleben sein, während Sandra-Uma Schmitz und Ulrich K. Müller aus dem Schauspielensemble des Volkstheaters die sprecherischen Rollen übernehmen.
Nach der Pause wird ein Werk des Mendelssohn Freundes Robert Schumann (1810 –1856) zu Gehör gebracht. Schumann besaß eine literarisch- musikalische Doppelbegabung und gehört gemeinsam mit Mendelssohn Bartholdy zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik. Gespielt wird die 3. Sinfonie Es-Dur op. 97 von Schumann, die chronologisch seine letzte Sinfonie ist und zum Ende des Jahres 1850 entstand. Diese Sinfonie wird auch als die „Rheinische“ bezeichnet, weil sie unmittelbar nach dem Umzug von Robert und Clara Schumann von Dresden nach Düsseldorf entstand. In Sachsen hatte Schumann keine Festanstellung gefunden. Der herzliche Empfang als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf versetzte ihn in eine euphorische Stimmung, die sich in der 3. Sinfonie als lebensfrohe Grundstimmung niederschlägt. Manche sehen darin auch die typisch „rheinische Fröhlichkeit“. Es ist übermittelt, dass auch der Anblick des Kölner Doms inspirierend gewirkt hat und die Fertigstellung des Werkes in kurzer Zeit gelang. Allerdings verwandelte sich die anfängliche Euphorie bald in Unzufriedenheit, vermutlich auch wegen gesundheitlicher Probleme. Die 3. Sinfonie aber strahlt positive Lebenskraft aus.
Vor dem Konzert wird wie immer auch eine Konzerteinführung geboten, die viel Wissenswertes über Komponisten und Werke vermittelt. Dazu treffen sich Interessierte eine halbe Stunde vor Beginn auf der „Brücke“.

Das 10. Philharmonische Konzert findet am Sonntag, 19. Juni 2016 um 18:00 Uhr sowie Montag und Dienstag (20. & 21. Juni) jeweils um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und (wenn noch vorhanden) an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber, Foto: Peter Dynow

Bedeutende russische Werke und ein zeitgenössisches Klavierstück aus China beim 9. Philharmonischen Konzert

Zum dritten Mal wird der aus China stammende 1. Gastdirigent der Norddeutschen Philharmonie Yongyan Hu die Konzertleitung bei einem Philharmonischen Konzert in Rostock übernehmen. Auch diesmal hat er ein Stück aus seiner Heimat im Gepäck: das Klavierkonzert „Scent oft the Green Mango“ des chinesischen Komponisten Xiaogang Ye. Der 60-jährige Ye schrieb zahlreiche sinfonische Werke, Kammermusik, Film- und Bühnenmusik und gilt als einer der führenden zeitgenössischen Komponisten Chinas. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2008 in Peking wurde sein Klavierkonzert „Starry Sky“ von dem Starpianisten Lang Lang aufgeführt – weltweit live von drei Milliarden Zuschauern verfolgt. Die Gegensätze von Tradition und Moderne, östlichem und westlichem Denken spielen im Werk des Komponisten eine zentrale Rolle. Inspirationen für die Musik durch tropische Pflanzen. Das Klavierkonzert, das in Rostock vorgestellt wird, gehört zu einer Reihe von Kompositionen, in denen sich Ye von tropischen Pflanzen und der Natur inspirieren ließ. Dazu meinte der Komponist, der das Werk 2014 in Deutschland zur Uraufführung brachte: „Ich ziehe meine Inspiration gewöhnlich aus meiner Neugierde gegenüber der  unberührten Natur, der Verehrung von unantastbarer Schönheit. In der klassischen chinesischen Ästhetik spiegeln Pflanzen, Berge oder Flüsse die Gefühle und den Geist ihres Schöpfers wider.“ Die Musik entführe in die heißen Subtropen, in feucht-warme Gefilde, die die Pflanzen üppig wuchern ließen. Es sei kein Klavierkonzert im herkömmlichen Sinne, meinte Ye, eher ein Werk Chopins aus dem 21. Jahrhundert. Der chinesische Komponist wird, aller Voraussicht nach, in Rostock Gast der Philharmonischen Konzerte sein.
Gespielt wird das anspruchsvolle Klavierstück „Scent of the Green Mango“ von der chinesischen Pianistin Fei-Fei Dong, die in den USA lebt und an der Juilliard School in New York studiert. Sie wurde 1990 in Shenzhen geboren und gab ihr erstes Klavierkonzert im Alter von zehn Jahren. Drei Jahre später debütierte sie als Solistin mit dem Jugendorchester von Macau. Seitdem hat Fei-Fei Dong mit dem Hong Kong Symphony Orchestra und dem Orchester der Academy of Aspen zusammen gearbeitet.
Unter Leitung von Yongyan Hu werden außerdem große russische Komponisten beim 9. Philharmonischen Konzert zu Gehör gebracht. Die Norddeutsche Philharmonie spielt zum Auftakt der Konzertabende die Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ von Peter Tschaikowski (1840 – 1893). Das Stück, das auf dem gleichnamigen Theaterstück des Dramatikers William Shakespeare basiert, gilt als Tschaikowskis erstes Meisterwerk, das 1869 entstand, 1870 und 1880 aber noch einmal überarbeitet wurde. Tschaikowski erzählt darin nicht etwa die Handlung des Theaterstücks mit musikalischen Mitteln, er konzentriert sich auf die Kerninhalte, die Liebe zwischen dem Paar, den Streit zwischen den Adelsfamilien und die Hilfsbereitschaft und Güte des Paters Lorenzo. Die drei Themenkomplexe werden musikalisch deutlich herausgearbeitet und entwickeln sich im Konflikt miteinander, dramatisch und klanggewaltig.
Zum Abschluss der Konzertabende erklingt in Rostock die Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100 von Sergej Prokofjew (1891 – 1953). 1944 komponiert und am 13. Januar 1945 in Moskau uraufgeführt, ist diese Sinfonie durch die Kriegsereignisse bestimmt, klangvoll mächtig und heroisch. Heute ist sie sein bekanntestes und am meisten aufgenommenes sinfonisches Werk.
Prokofjew besaß schon in frühem Alter ein großes musikalisches Talent. 13-jährig begann er am Sankt Petersburger Konservatorium ein Studium für Komposition, Klavier und das Dirigieren. Er machte sich als brillanter Pianist schnell einen Namen, reiste viel und gab Konzerte. Diese erste „russische Periode“ war gekennzeichnet durch große vitale musikalische Kraft, aber auch eigenwillige Rhythmen und sarkastischen Humor. Nach der Oktoberrevolution 1918 ging der Sohn eines Gutsbesitzers ins Ausland, zunächst in die USA, dann nach Frankreich. Es schloss sich musikalisch die „Auslandsperiode“ an, die Musik wurde moderner und experimenteller. Nach mehreren Jahren der Annäherung an seine Heimat und dem Pendeln zwischen Paris und Moskau kehrte er 1936 endgültig nach Moskau zurück. Die „sowjetische Periode“ seines Schaffens begann, die produktivste seines Lebens. Viele der bedeutendsten Werke entstanden. Prokofjew besann sich auf die guten Traditionen russischer Volksmusik und seine Musik wurde verständlicher und lyrischer. Prokofjew zählt heute zu den Klassikern der Moderne, der einen eigenen und neuartigen Stil fand und viele Komponisten nachfolgender Generationen beeinflusste.
Die Rostocker Zuhörer dürfen gespannt sein, wie der chinesische Konzertdirigent Yongyan Hu gemeinsam mit der Norddeutschen Philharmonie die 5. Sinfonie von Prokofjew interpretiert.
An dieser Stelle sei auch bereits verraten, dass es nicht das letzte gemeinsame Konzerterlebnis von Dirigent und Orchester sein wird. Die Zusammenarbeit mit Yongyan Hu wird eine Fortsetzung finden, da die Chemie zwischen dem Orchester und dem Dirigenten stimmt, eine ganz besonders harmonische ist.

Das 9. Philharmonische Konzert findet am Sonntag, 22. Mai 2016 um 18:00 Uhr sowie Montag und Dienstag (23. & 24. Mai) jeweils um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und (wenn noch vorhanden) an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber, Fotos: Jiyang Chen, Peter Dynow

8. Philharmonisches Konzert: Wiedersehen mit Florian Krumpöck am Klavier

Mit schneller Feder in wenigen Wochen komponiert und dann in mühevoller Kleinarbeit verfeinert. So entstand eines der bedeutendsten Werke tschechischer Klavierliteratur: Antonin Dvoráks Klavierkonzert in g-Moll. Der Komponist schrieb das Werk im August und September 1876 in Prag, zwei Jahre später wurde es uraufgeführt. Vom ersten Federstrich bis zum Erstdruck des Werkes vergingen jedoch sieben Jahre, in denen Dvorák immer wieder korrigierte. Die handschriftliche Partitur weist ungewöhnlich viele Ergänzungen mit Bleistift, Rotstift, Blaustift sowie in roter Tinte und viele überklebte Stellen auf.
Die Norddeutsche Philharmonie spielt dieses große romantische Werk für Klavier und Orchester unter der Leitung von Marcus Bosch, der seit 2011 Generalmusikdirektor des Staatstheaters und der Staatsphilharmonie Nürnberg ist. Bosch trifft auf den ehemaligen Rostocker Generalmusikdirektor Florian Krumpöck, der den Klavierpart übernommen hat. Krumpöck hat sich in Rostock vor allem mit zahlreichen Musiktheater-Premieren und Sinfoniekonzerten einen Namen gemacht, mit dem Mahler-Zyklus oder auch dem Beethoven-Marathon mit den neun Sinfonien an vier aufeinanderfolgenden Tagen im IGA-Park. In mehreren Konzerten agierte Florian Krumpöck als dirigierender Pianist.
Sowohl Bosch als auch Krumpöck haben sich bereits mehrfach intensiv mit dem Werk von Antonin Dvorák (1841 – 1904) befasst, der Einflüsse von Klassik und Romantik mit Elementen der Volksmusik verband. Der tschechisch-folkloristische oder auch slawische Stil prägte mehrere Schaffensperioden des Böhmen. Die Musik strahlt Heimatliebe, Naturverbundenheit und tiefe Religiosität aus. Mit Dvoráks vielseitigem Werk fand das tschechische Musikschaffen seine unverwechselbare nationale Identität.
Eine ähnliche Rolle wie Dvorák für die Tschechen spielte Bela Bartók (1881 – 1945) für die Ungarn. Der in Groß-Sankt-Nikolaus/Nagyszentmiklos geborene Komponist, Pianist und Musikethnologe gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Moderne. Auch Bartók faszinierte die Schlichtheit und Direktheit der Volksmusik und des Volksliedes, gern ließ er sich inspirieren und suchte nach einem eigenen harmonischen Stil.
Beim 8. Anrechtskonzert der Norddeutschen Philharmonie wird eines der bekanntesten Stücke Bartóks zu Gehör gebracht, das „Konzert für Orchester“. Es entstand 1943 in den USA, in die er 1940 vor dem Faschismus emigriert war. Die Angst, dass sein Heimatland eine deutsche Kolonie werden könnte, trieb Bartók „weg aus der Nachbarschaft dieses verpesteten Landes“ und veranlasste ihn zu einem „Sprung ins Ungewisse aus dem gewussten Unerträglichen.“ Heimisch wurde Bartók allerdings nicht, er fühlte sich in den USA nicht wohl, was sich auf die Gesundheit auswirkte. Da an seinen Werken nur geringes Interesse bestand, war auch die finanzielle Lage der Familie schwierig. Die amerikanische Vereinigung der Komponisten, Autoren und Verleger ermöglichte ihm eine Heilbehandlung und unterstützte auch durch die Auftragsvergabe von Werken.
So schrieb Bartók das Werk „Konzert für Orchester“ als Auftragsarbeit für die Stiftung des Dirigenten Sergei Kussewitzki. Es wurde eines der bekanntesten und beliebtesten Werke Bartóks. Am 26. September 1945 starb Béla Bartók in New York City an Leukämie. Er wurde auf dem Ferncliff-Friedhof in New York beerdigt. Erst 1988, angesichts des politischen Tauwetters in Ungarn, konnten die sterblichen Überreste nach Budapest überführt und dort am 7. Juli im Rahmen eines Staatsbegräbnisses auf dem Friedhof Farkasrét beigesetzt werden. Bartók gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Vielen Menschen wurde auch Bartóks Klavierstück Allegro barbaro in der Adaption der Musikgruppe Emerson, Lake and Palmer auf deren Debütalbum bekannt. Der am 12. März 1988 entdeckte Asteroid (4132) Bartók wurde 1989 nach ihm benannt.

Die Konzerttermine für das 8. Philharmonische Konzert sind Sonntag, 3. April 2016 um 18:00 Uhr sowie Montag und Dienstag (4. & 5. April) jeweils um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und (wenn noch vorhanden) an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber, Fotos: Peter Dynow