Herzlich willkommen …

… auf den Seiten der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.!
Wir wollen Ihnen hier die Möglichkeit geben, aktuelle Informationen über unsere Vereinsarbeit und die Norddeutsche Philharmonie Rostock zu erhalten und eine Plattform schaffen, die es Ihnen ermöglicht, mit uns und mit dem Orchester in Kontakt zu kommen.
Wir werden uns bemühen, Termine und Informationen stets aktuell zu halten, trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir die Richtigkeit unserer Angaben keinesfalls garantieren können.
Bitte vergewissern Sie sich im Zweifel immer auf den Seiten des Volkstheaters Rostock!
Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Seite nutzen würden, um uns Ihre Wünsche und Hoffnungen, vielleicht auch Ihre Kritik, mitzuteilen. Dies gilt sowohl für die Arbeit unseres Vereins als auch für die Arbeit der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Gegebenenfalls leiten wir Ihre Anregungen gern weiter.

3. Kammerkonzert mit “leichter Unterhaltung” von Jean Francaix in ungewöhnlicher Besetzung

Das am Sonntag den 10. Mai um 16:00 Uhr erklingende dritte und letzte Kammerkonzert dieser Saison in der Kunsthalle Rostock verspricht, ein besonderer und seltener Genuss zu werden. Das fängt bei der ungewöhnlichen Besetzung mit Fagott, Streichquartett, Kontrabass und Klavier an und hört beim Niveau der Mitwirkenden mit Sicherheit noch nicht auf. So konnten als prominente Gäste die stellvertretende Konzertmeisterin der Staatskapelle Weimar Pauline Reguig gewonnen werden, welche als Munteanu-Schülerin und Lehrbeauftragte der HMT auch in Rostock keine Unbekannte ist, zumal sie in der vergangenen Saison mehrfach als 1. Konzertmeisterin der Norddeutschen Philharmonie sowie als Solistin in Erscheinung trat, sowie der Klavierprofessor und Chef der  young academy rostock (internationales Zentrum für musikalisch Hochbegabte an der HMT Rostock) Prof. Stephan Imorde. Darüber hinaus wirken mit der 1. Geiger der Rossini-Strings und Vorspieler der zweiten Violinen, Bartosz Chrzescijanek, die stellvertretende Solobratschistin Angelika Engel, der stellvertretende Solocellist Fridtjof Sturm, der Kontrabassist Andreas Ott sowie der Fagottist Stephan von Hoff, auf welchen die Auswahl des Sextetts (“Divertissement”) von Jean Francaix zurückgeht (Fagott mit fünf Streichern).
Jean Francaix ist berühmt für seine äußerst kurzweiligen und unterhaltsamen Kammermusikwerke, häufig mit Bläserbeteiligung und nahezu immer an der Grenze der technischen Unspielbarkeit. Der von “Divertimento” abgeleitete verharmlosende Titel “Divertissement” (was mit leichter Unterhaltung zu tun hat) ist sozusagen Programm, mit einem unüberhörbaren Hauch von Impressionismus gerade auch im zweiten Satz.
Um dieses Werk ranken sich noch zwei weitere Stücke mit Fagottbeteiligung, zum einen eine sehr hörenswerte Komposition des Solofagottisten des berühmten Philadelphia-Orchestra Bernard Garfield für Fagott mit Streichtrio und als Übergang in den etwas romatischeren zweiten Konzertteil eine Romanze von Edward Elgar, an welchen sich das Klavierquintett von Nepomuk Hummel anschließt, ein häufig gespieltes Werk in der Besetzung des bekannten “Forellenquintetts” von Franz Schubert, dessen Klavierpart deutliche Züge eines virtuosen Klavierkonzertes aufweist, mit welchem das Konzert enden wird.
Fehlt nur noch die Erwähnung des an zweiter Stelle im Programm erscheinenden “Klaviertrios über Irländische Volkslieder” von Frank Martin, eines der wichtigsten schweizer Komponisten, welcher in Genf lebend sich ausgehend vom Kompositionsauftrag eines irisch-amerikanischen Hobbycellisten hier vorliegend mit irischen Volksliedern befasst hat. Zur Enttäuschung seines Auftraggebers ist dabei leider kein von Laien spielbares Werk mit einfachen Liedern sondern ein auch an Profis höchste spieltechnische und rhythmische Anforderungen stellendes Werk heraus gekommen. Der Auftraggeber verweigerte daher die Annahme der Klaviertriokomposition, Martin jedoch verzichtete großzügig auf die ihm zustehende Gage, da ihm die neuartige Beschäftigung mit irischen Volksliedern so große Freude bereitet hatte. Wenngleich das Trio nicht von Laien spielbar, so ist es wie wir finden jedoch sehr wohl und mit viel Genuss von Laien anhörbar – aber überzeugen Sie sich selbst!

Text: Fridtjof Sturm
Foto: Bernd Schwarz

Chinesen beeindruckt von Warmherzigkeit im nettesten Orchester Deutschlands!

Das 7. Philharmonische Konzert war ein besonderes Erlebnis. Mit großem Beifall bedankte sich das Rostocker Konzertpublikum an allen drei Tagen von seinem Ersten Gastdirigenten Hu Yongyan und den anderen vier chinesischen Künstlern. Die sinfonische Fantasie „Lebe wohl, meine Konkubine“ für Sopran vom zeitgenössischen Komponisten Xia Guan, der sein Werk für traditionelle chinesische Instrumente und Sinfonieorchester geschrieben hatte, vereinte harmonisch unterschiedliche kulturelle Welten. Als Zugabe wurde das chinesische Volkslied von der Jasminblüte auf den zum Teil 2000 Jahre alten Instrumenten gespielt. Zwei Rostocker Orchestermitglieder wirkten auf ihren Instrumenten mit. Solche Symbolik gefiel, übertrug die Begeisterung der Musiker auf die Zuhörer. Nach den Auftritten saßen die deutschen und chinesischen Musiker noch lange zum Austausch zusammen. Die Gäste schwärmten von der „Warmherzigkeit in  Rostock“ und dem „nettesten Orchester Deutschlands“.

Text & Foto: Anette Pröber

8. Philharmonisches Konzert bietet Werke von Künstlern rund um die Ostsee

Die Konzertsaison 2014/2015 wird herausragend durch seine prominenten Gastdirigenten geprägt. So dürfen sich die Rostocker Konzertfreunde auf das 8. Philharmonische Konzert unter Leitung des Briten Justin Brown freuen, der seit 2008 Generalmusikdirektor des Badischen Staatstheaters Karlsruhe ist. In Rostock bringt er mit seinem Konzertprogramm die Philharmonische Baltic Line zum Erklingen. Er hat Werke von Künstlern rund um die Ostsee für die Rostocker herausgesucht: Ein Cellostück eines zeitgenössischen dänischen Komponisten, den dänischen Prinzen Hamlet vom russischen Großmeister Tschaikowsky und den deutschen Komponisten Robert Schumann.
Justin Brown studierte an der Cambridge University (Großbritannien) und in Tanglewood (USA) bei Seiji Ozawa und Leonard Bernstein und arbeitete später als Assistent bei Leonard Bernstein und Luciano Berio. Für seine Programmgestaltung beim Alabama Symphony Orchestra, wo er fünf Spielzeiten als Chefdirigent wirkte, wurde er 2010, 2011 und 2012 mit dem ASCAP-Award ausgezeichnet. Auf Einladung des renommierten „Spring for Music Festival“ dirigierte er im Mai 2012 das Orchester in der Carnegie Hall. Zahlreiche Gastengagements führten ihn an renommierte Opernhäuser und zu Orchestern weltweit, in Deutschland an die Bayerische Staatsoper München und zu den Dresdner Philharmonikern.
In Rostock wird Justin Brown als Highlight das Cellokonzert „Dreamscapes“ des in Skandinavien sehr bekannten dänischen Komponisten Jesper Koch (geb. 1967) zur Aufführung bringen. Als Solistin agiert die tschechische Künstlerin Michaela Fukačová, die das Werk 2007 auch zur Uraufführung spielte, und heute in Dänemark lebt. Fukačová gewann mit ihrem gefühlvollen Cellospiel bereits den renommierten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und kann auch einen Grammy ihr Eigen nennen. Diesen muss sie sich allerdings mit Generalmusikdirektor Justin Brown teilen, denn beide wurden für eine gemeinsame CD-Aufnahme ausgezeichnet.
Das Cellokonzert entführt mit der Klangsprache der Moderne in die Traumwelt der Romantik. Rezensenten beeindruckte die poetische und klangsatte Musik.
Peter Tschaikowski (1840 – 1893) gehörte bereits zu seinen Lebzeiten zu einem international bedeutenden Komponisten. Auch in Rostock wird er noch heute sehr geschätzt.  Seine „Hamlet“ Fantasie-Ouvertüre aus dem Jahr 1888 entstand kurzfristig auf Bitten eines Freundes, eines französischen Schauspielers. Das Musikstück war für eine Wohltätigkeitsveranstaltung gedacht, die dann aber abgesagt wurde. Tschaikowski vollendete das Stück trotzdem sehr kurzfristig, denn er hatte sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Hamlet auseinandergesetzt.
Von Robert Schumann (1810 – 1856) wird beim achten Anrechtskonzert die 4. Sinfonie in d-Moll op. 120 zu hören sein. Sie wurde im Sommer 1841 komponiert, einem sehr schaffensreichen Jahr des Komponisten, und zum Geburtstag seiner Frau Clara fertiggestellt. Allerdings erfuhr die Sinfonie eine umfassende Überarbeitung und wurde erst 1851 veröffentlicht. Chronologisch gesehen ist sie die zweite Sinfonie Schumanns.

Das 6. Philharmonische Konzert findet am 26. April um 18:00 Uhr und am 27. und 28. April um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen des Volkstheaters.

Text: Anette Pröber
Fotos: Künstler

5. Classic Light – Wunschkonzert mit Wiederholung

Das letzte Classic Light-Konzert dieser Saison steht wie schon in den Jahren zuvor unter dem Motto Wunschkonzert. Die Wunschkonzerte der letzten Jahre waren beim Publikum derart beliebt, dass die kurzweilige Veranstaltung am kommenden Sonntag gleich zweimal stattfinden wird, um allen Interessenten gerecht zu werden.
Die Norddeutsche Philharmonie Rostock freut sich also, Sie am Sonntag, den 19. April 2015 um 11:00 Uhr und um 16:00 Uhr zu diesem Highlight in der Yachthafenresidenz Hohe Düne begrüßen zu dürfen.
Die Programmauswahl erfolgte natürlich wieder ganz nach Ihren Wünschen:
So werden neben beliebten Werken wie der „Barcarole“ aus Hoffmanns Erzählungen von Jaques Offenbach und der Moldau von Bedrich Smetana auch Werke der Strauß-Familie zu hören sein. Ebenso werden Raritäten wie der Türkische Marsch von Wolfgang Amadeus Mozart in der Fassung für Orchester gespielt.
Lassen Sie sich von vielen weiteren „Schmankerln“ der Musikliteratur überraschen, der 1. Kapellmeister des Volkstheaters, Hermann Manfred Lehner, leitet nicht nur das Rostocker Orchester sondern wird auch Sie in gewohnter Manier charmant moderierend durch das überaus vielfältige Programm geleiten.

Text: Anderl Ott
Foto: Yachthafenresidenz Hohe Düne

3. Barocksaalklassik mit Werken von Mozart und Schostakowitsch

Am Sonntag, dem 12. April 2015 um 16:00 Uhr begrüßt Sie die Norddeutsche Philharmonie Rostock im wunderschönen Barocksaal am Universitätsplatz zum dritten Konzert der Reihe „Barocksaalklassik“.
Der 1. Kapellmeister Manfred Hermann Lehner und das Rostocker Orchester erwarten Sie mit einem tiefgründigen Programm, beginnend mit Adagio und Fuge von Wolfgang Amadeus Mozart.
Wolfgang Amadeus Mozart hatte sich zu jener Zeit sehr mit dem Schaffen Johann Sebastian Bachs und dessen Söhnen Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann auseinandergesetzt; so hatte er im Vorfeld schon einige dem Klavier zugedachte Fugen für Streicher arrangiert.
Bei KV 546 nutzt er eine schon vorhandene eigene Fuge, wie er in seinem Werkverzeichnis daselbst notiert: „..ein kurzes Adagio a 2 Violini, Viola e Basso, zu einer Fuge, welche ich schon lange fuer zwey Klaviere geschrieben habe…“
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitschs 14. Sinfonie entstand im Januar und Februar des Jahres 1969 während eines Krankenhausaufenthaltes. Wenngleich der Komponist zu diesem Zeitpunkt noch sechs Jahre zu Leben hatte, war er doch von Krankheit schwer gezeichnet, was eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Tod zur Folge hatte. Schostakowitsch empfand andere große Werke, die sich mit den letzten Dingen beschäftigen, wie zum Beispiel das „War Requiem“ seines Freundes Benjamin Britten (der auch der Widmungsträger des Werkes ist) in ihrer Schlussaussage zu verklärend und wollte dieser Todesverklärung etwas entgegen setzen – die Unausweichlichkeit und Unerbittlichkeit des Todes in dieser Sinfonie herausarbeiten – die ihm, dem Atheisten, weder sinnstiftend noch erleichternd erscheinen wollte.
Die Komposition ist für Streichorchester, Perkussionsinstrumente und zwei Gesangssolisten geschrieben. Textlich legt Schostakowitsch Gedichte unterschiedlicher Dichter zugrunde, unter anderem Rainer Maria Rilke, Wilhelm Küchelbecker und Federico Garcia Lorca.
Interessanterweise hat die 14. Sinfonie keine Proteste von offizieller Seite hervorgerufen. Allerdings kam es zum Bruch mit Alexander Solschenizyn, der, tiefgläubig, Schostakowitsch einen falschen Bezug zum Tod vorwarf, weil er den Tod als vernichtende Kraft darstelle …
Den Gesangspart übernehmen Jamila Raimbekova, Sopran und Karl Huml, Bass.

Text: Anderl Ott
Fotos: Wikipedia