Herzlich willkommen …

… auf den Seiten der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.!
Wir wollen Ihnen hier die Möglichkeit geben, aktuelle Informationen über unsere Vereinsarbeit und die Norddeutsche Philharmonie Rostock zu erhalten und eine Plattform schaffen, die es Ihnen ermöglicht, mit uns und mit dem Orchester in Kontakt zu kommen.
Wir werden uns bemühen, Termine und Informationen stets aktuell zu halten, trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir die Richtigkeit unserer Angaben keinesfalls garantieren können.
Bitte vergewissern Sie sich im Zweifel immer auf den Seiten des Volkstheaters Rostock!
Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Seite nutzen würden, um uns Ihre Wünsche und Hoffnungen, vielleicht auch Ihre Kritik, mitzuteilen. Dies gilt sowohl für die Arbeit unseres Vereins als auch für die Arbeit der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Gegebenenfalls leiten wir Ihre Anregungen gern weiter.

Zwei mal „Klassik im Park“ auf der IGA-Bühne in Rostock Schmarl

Die Norddeutsche Philharmonie Rostock wird unter der Leitung ihres ersten Kapellmeisters Manfred Hermann Lehner an zwei Abenden bei „Klassik im Park“ auf dem IGA-Gelände zu hören sein.
Am Freitag, dem 10. Juli 2015 lädt Sie das Orchester der Hansestadt Rostock um 20:00 Uhr zu einer „Russischen Sommernacht“ ein. Ob die „Polowetzer Tänze“ von Alexander Borodin, „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski oder die lebhafte Ouvertüre zu „Ruslan und Ludmilla“ von Michail Glinka – die Norddeutsche Philharmonie Rostock wird sie mit den großen Werken russischer Musik verzaubern.
Zum Abschluss wird traditionell Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Ouvertüre Solenelle „Das Jahr 1812“ erklingen.
Am zweiten Abend, Samstag, 11. Juli 2015, kommen bereits um 18:00 Uhr die Liebhaber von Filmmusik auf ihre Kosten.
Die Norddeutsche Philharmonie, Mitglied in der Europäischen FilmPhilharmonie, hat für viele bekannte Filme die Filmmusik eingespielt, zuletzt für Heinrich Breloers Verfilmung „Die Buddenbrooks“ mit Iris Berben und Armin Müller-Stahl in den Hauptrollen.
Es ist also kein fremdes Terrain, wenn die Philharmonie Musik aus Harry Potter, Star Wars, Frühstück bei Tiffany oder Fluch der Karibik, um nur einige zu nennen, mitreißend zu Gehör bringen wird.

Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen des Volkstheaters und an der Abendkasse am IGA-Gelände.

Text: Anderl Ott

Ehrendirigent Wolf-Dieter Hauschild zum Abschluss der Konzertsaison mit Werken von Schubert, Brahms und Peteris Vasks am Pult

Mit einem Stück des lettischen Komponisten Peteris Vasks endet die musikalische Ostsee-Rundreise der diesjährigen Konzertsaison. Der heute 69-Jährige hatte sein eindrucksvolles Werk „Musica dolorosa“ für Streichorchester 1983 geschrieben. Die persönliche Trauermusik in Andenken an seine Schwester wurde für die Letten am Ende der Sowjetära zur Trauermusik eines ganzen Volkes, das sich gegen Agonie, Verzweiflung und Unterwerfung zur Wehr setzte.
Stets habe er mit der Musik „Wichtiges“ sagen wollen, meinte Vasks. Immer ginge es dabei um Ideale, um Glaube und um Liebe. Als Musiker verstehe er sich als Gewissen seines Volkes und sei damit wohl immer in Opposition zum Staat. Für seine Kompositionen errang der in Riga lebende freischaffende Komponist dreimal den Großen Musikpreis Lettlands, er ist Ehrenmitglied der Lettischen Akademie der Wissenschaften und wurde 2001 von der Königlich Schwedischen Musikakademie aufgenommen.
Am Pult leitet Wolf-Dieter Hauschild das Konzert, Ehrendirigent der Norddeutschen Philharmonie. Hauschild, geboren 1937 in Greiz, war ein bekannter und erfolgreicher Dirigent in der DDR. Er erlangte mit dem Konzert zur Wiedereröffnung der Semperoper in Dresden 1985 auch international Aufmerksamkeit. Im gleichen Jahr verließ er das Land und wurde in Stuttgart Generalmusikdirektor. Seitdem führte er viele große deutsche Klangkörper, von 2002 bis 2004 war er Generalmusikdirektor am Volkstheater Rostock.
Für den Abschluss der Konzertsaison hat der Dirigent tragende große Meisterwerke ausgewählt. Zunächst bringt er von Franz Schubert (1797 – 1828) die „Unvollendete“ zu Gehör, die aus nur zwei Sätzen besteht, was dem damaligen Zeitgeist vollkommen widersprach. Die Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 erlangte erst viele Jahre nach dem Tod des Komponisten musikgeschichtliche Bedeutung. Der Grund, warum das Werk unvollendet blieb, ist unter Musikwissenschaftlern umstritten. Jedoch gibt es die Theorie, dass Schubert nicht die Notwendigkeit sah, noch einen dritten und vierten Satz zu schreiben, da er alle seine Intentionen bereits umgesetzt hatte.
Den Konzertabend beschließen wird die Norddeutsche Philharmonie mit der Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Johannes Brahms (1833 – 1897). Die Uraufführung des Werkes im Entstehungsjahr 1877 wurde zu einem der größten Erfolge des Komponisten, der häufig mit Beethoven verglichen wurde. Brahms Freund, der Chirurg Theodor Billroth, schrieb über die Sinfonie Nr. 2 begeistert: „Das ist ja lauter blauer Himmel, Quellenrieseln, Sonnenschein und kühler grüner Schatten!“ Der rechte Abschluss für das Konzertjahr 2014/2015, so möchte man meinen.

Das 10. Philharmonische Konzert findet am Sonntag, 28. Juni 2015 um 18:00 Uhr und am Montag und Dienstag, 29. und 30. Juni 2015 jeweils um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen des Volkstheaters.

Text: Anette Pröber

Dirigenten der Königlichen Oper Kopenhagen gastieren in Rostock – Dänische Klänge beim 9. Philharmonischen Konzert

Das 9. Philharmonische Konzert bringt den Rostockern das Land Dänemark musikalisch näher. Die Norddeutsche Philharmonie spielt die Sinfonie Nr. 5 op. 50 des dänischen Komponisten Carl August Nielsen (1865-1931), der vor 150 Jahren geboren wurde.
Nielsen gehört wie der Finne Jean Sibelius, ebenfalls 1865 zur Welt gekommen, zu den großen Jubilaren im Jahr 2015. Die Sinfonie Nr. 5 gilt als sinfonisches Meisterwerk von Carl Nielsen, die durch Originalität in der Tonsprache besticht und den Musikern hohe Meisterschaft abverlangt. Es ist die einzige zweisätzige Sinfonie von Nielsen. 1920 geschrieben, beschreitet der Komponist klanglich neue Wege, weg vom klassisch-romantischen Modell.
Im Gepäck hat das Werk Michael Boder, Chefdirigent der Königlichen Oper Kopenhagen, der nach dem Januar-Konzert 2013 bereits zum zweiten Mal am Pult der Norddeutschen Philharmonie in Rostock stehen wird. Der heute 56-jährige deutsche Konzert- und Operndirigent ist Gast auf vielen internationalen Konzertpodien. Bereits mit 29 Jahren übernahm er die musikalische Leitung als Chefdirigent der Oper Basel, er ist regelmäßiger Konzertdirigent an den Staatsopern Berlin, Dresden, Hamburg und Wien und seit der Spielzeit 2012/2013 Chefdirigent der Oper Kopenhagen.
Gemeinsam mit Michael Boder wird Florian Krumpöck die Reise über die Ostsee antreten. Krumpöck, in Kopenhagen seit 2014 Gastdirigent, wird in Rostock als Klavier-Solist die Musikfreunde begeistern.
Carl Maria von Webers 1821 geschriebenes Konzertstück für Klavier und Orchester f-Moll op. 79 und Richard Strauss‘ Burleske für Klavier und Orchester stehen auf dem Programm – zwei Werke mit Soloparts von anspruchsvoller Virtuosität.

Das 9. Philharmonische Konzert findet am Sonntag, 31. Mai 2015 um 18:00 Uhr und am Montag und Dienstag, 1. und 2. Juni 2015 jeweils um 19:30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock statt, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen des Volkstheaters.

Text: Anette Pröber
Fotos: Alexander Vasiljev, Philipp Horak

3. Kammerkonzert mit „leichter Unterhaltung“ von Jean Francaix in ungewöhnlicher Besetzung

Das am Sonntag den 10. Mai um 16:00 Uhr erklingende dritte und letzte Kammerkonzert dieser Saison in der Kunsthalle Rostock verspricht, ein besonderer und seltener Genuss zu werden. Das fängt bei der ungewöhnlichen Besetzung mit Fagott, Streichquartett, Kontrabass und Klavier an und hört beim Niveau der Mitwirkenden mit Sicherheit noch nicht auf. So konnten als prominente Gäste die stellvertretende Konzertmeisterin der Staatskapelle Weimar Pauline Reguig gewonnen werden, welche als Munteanu-Schülerin und Lehrbeauftragte der HMT auch in Rostock keine Unbekannte ist, zumal sie in der vergangenen Saison mehrfach als 1. Konzertmeisterin der Norddeutschen Philharmonie sowie als Solistin in Erscheinung trat, sowie der Klavierprofessor und Chef der  young academy rostock (internationales Zentrum für musikalisch Hochbegabte an der HMT Rostock) Prof. Stephan Imorde. Darüber hinaus wirken mit der 1. Geiger der Rossini-Strings und Vorspieler der zweiten Violinen, Bartosz Chrzescijanek, die stellvertretende Solobratschistin Angelika Engel, der stellvertretende Solocellist Fridtjof Sturm, der Kontrabassist Andreas Ott sowie der Fagottist Stephan von Hoff, auf welchen die Auswahl des Sextetts („Divertissement“) von Jean Francaix zurückgeht (Fagott mit fünf Streichern).
Jean Francaix ist berühmt für seine äußerst kurzweiligen und unterhaltsamen Kammermusikwerke, häufig mit Bläserbeteiligung und nahezu immer an der Grenze der technischen Unspielbarkeit. Der von „Divertimento“ abgeleitete verharmlosende Titel „Divertissement“ (was mit leichter Unterhaltung zu tun hat) ist sozusagen Programm, mit einem unüberhörbaren Hauch von Impressionismus gerade auch im zweiten Satz.
Um dieses Werk ranken sich noch zwei weitere Stücke mit Fagottbeteiligung, zum einen eine sehr hörenswerte Komposition des Solofagottisten des berühmten Philadelphia-Orchestra Bernard Garfield für Fagott mit Streichtrio und als Übergang in den etwas romatischeren zweiten Konzertteil eine Romanze von Edward Elgar, an welchen sich das Klavierquintett von Nepomuk Hummel anschließt, ein häufig gespieltes Werk in der Besetzung des bekannten „Forellenquintetts“ von Franz Schubert, dessen Klavierpart deutliche Züge eines virtuosen Klavierkonzertes aufweist, mit welchem das Konzert enden wird.
Fehlt nur noch die Erwähnung des an zweiter Stelle im Programm erscheinenden „Klaviertrios über Irländische Volkslieder“ von Frank Martin, eines der wichtigsten schweizer Komponisten, welcher in Genf lebend sich ausgehend vom Kompositionsauftrag eines irisch-amerikanischen Hobbycellisten hier vorliegend mit irischen Volksliedern befasst hat. Zur Enttäuschung seines Auftraggebers ist dabei leider kein von Laien spielbares Werk mit einfachen Liedern sondern ein auch an Profis höchste spieltechnische und rhythmische Anforderungen stellendes Werk heraus gekommen. Der Auftraggeber verweigerte daher die Annahme der Klaviertriokomposition, Martin jedoch verzichtete großzügig auf die ihm zustehende Gage, da ihm die neuartige Beschäftigung mit irischen Volksliedern so große Freude bereitet hatte. Wenngleich das Trio nicht von Laien spielbar, so ist es wie wir finden jedoch sehr wohl und mit viel Genuss von Laien anhörbar – aber überzeugen Sie sich selbst!

Text: Fridtjof Sturm
Foto: Bernd Schwarz

Chinesen beeindruckt von Warmherzigkeit im nettesten Orchester Deutschlands!

Das 7. Philharmonische Konzert war ein besonderes Erlebnis. Mit großem Beifall bedankte sich das Rostocker Konzertpublikum an allen drei Tagen von seinem Ersten Gastdirigenten Hu Yongyan und den anderen vier chinesischen Künstlern. Die sinfonische Fantasie „Lebe wohl, meine Konkubine“ für Sopran vom zeitgenössischen Komponisten Xia Guan, der sein Werk für traditionelle chinesische Instrumente und Sinfonieorchester geschrieben hatte, vereinte harmonisch unterschiedliche kulturelle Welten. Als Zugabe wurde das chinesische Volkslied von der Jasminblüte auf den zum Teil 2000 Jahre alten Instrumenten gespielt. Zwei Rostocker Orchestermitglieder wirkten auf ihren Instrumenten mit. Solche Symbolik gefiel, übertrug die Begeisterung der Musiker auf die Zuhörer. Nach den Auftritten saßen die deutschen und chinesischen Musiker noch lange zum Austausch zusammen. Die Gäste schwärmten von der „Warmherzigkeit in  Rostock“ und dem „nettesten Orchester Deutschlands“.

Text & Foto: Anette Pröber