…auf den neuen Seiten der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.!
Wir wollen Ihnen hier die Möglichkeit geben, aktuelle Informationen über unsere Vereinsarbeit und die Norddeutsche Philharmonie Rostock zu erhalten und eine Plattform schaffen, die es Ihnen ermöglicht, mit uns und mit dem Orchester in Kontakt zu kommen.
Wir werden uns bemühen, Termine und Informationen stets aktuell zu halten, trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir die Richtigkeit unserer Angaben keinesfalls garantieren können.
Bitte vergewissern Sie sich im Zweifel immer auf den Seiten des Volkstheaters Rostock!
Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Seite nutzen würden, um uns Ihre Wünsche und Hoffnungen, vielleicht auch Ihre Kritik, mitzuteilen. Dies gilt sowohl für die Arbeit unseres Vereins als auch für die Arbeit der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Gegebenenfalls leiten wir Ihre Anregungen gern weiter.
Sewan Latchinian wird am 1. September 2014 die Intendanz des Volkstheaters Rostock übernehmen. In den letzten Tagen war in der Rostocker Presse bereits einiges darüber zu lesen, auch die Märkische Allgemeine aus Potsdam hat am 8. Mai 2013 ein Interview mit ihm veröffentlicht, in dem er sich nicht nur zur Theaterlandschaft Brandenburgs (Sewan Latchinian ist seit 10 Jahren erfolgreicher Intendant der Neuen Bühne Senftenberg) äußert, sondern bereits einen Ausblick auf seine Vorhaben hier in Rostock gibt.
Da die Märkische Allgemeine hier eher selten wahrgenommen wird, möchten wir auf dieses interessante Interview hinweisen, das Sie auf den Seiten der Märkischen Allgemeinen nachlesen können.
Als Ankündigung für das 9. Philharmonische Konzert übernehmen wir diesmal einen Text, den die Journalistin Anette Pröber für den Ostsee-Anzeiger verfasste, im Anschluss lesen Sie ein von ihr geführtes Interview mit dem Dirigenten des Abends GMD Florian Krumpöck, welches sie uns freundlicherweise zur Verfügung stellte.
Rostocks 9. Philharmonisches Konzert findet im Großen Haus des Volkstheaters statt. Karten für die Konzerte am Samstag, 11. Mai um 19:30 Uhr, Sonntag, 12. Mai um 18:00 Uhr und am Montag, 13. Mai um 19:30 Uhr erhalten Sie über die Kassen des Volkstheaters und bei ticket online.
Der vor 200 Jahren geborene Komponist und Begründer der Bayreuther Festspiele Richard Wagner (1813-1883) steht im Mittelpunkt des 9. Philharmonischen Konzerts, das die Norddeutsche Philharmonie unter Leitung von Florian Krumpöck am kommenden Wochenende im Rostocker Großen Haus gibt.
Das Wagner-Jubiläumskonzert wird maßgeblich von den Wagner Freunden und Verehrern Anton Bruckner (1824-1896) und Franz Liszt (1811-1886) geprägt. Wobei Franz Liszt später auch zum Schwiegervater von Wagner wurde, weil dieser dessen Tochter Cosima heiratete.
Von Franz Liszt wird der “Totentanz”, eine symphonische Dichtung für Klavier und Orchester, zu Gehör gebracht. Der aus Luxemburg stammende Pianist Jean Muller (geb. 1979) wird den Solopart am Klavier übernehmen. Muller ist bekannt für seine einfühlsamen und zugleich atemberaubenden virtuosen Darbietungen. Er hat bereits zahlreiche internationale Preise gewonnen und zählt Liszt zu seinen Lieblingskomponisten.
Ein Hörerlebnis besonderer Art ist sicher auch die sogenannte Wagner-Sinfonie von Anton Bruckner. Die Sinfonie No. 3 in d-Moll war Richard Wagner gewidmet. Bruckner schrieb sie 1873 und überarbeitete sie später mehrfach. Gespielt wird in Rostock die zweite Fassung aus dem Jahr 1877.
Dargeboten wird von der Norddeutschen Philharmonie unter Leitung von Florian Krumpöck auch das kleine “Treppenstück” von Richard Wagner:
das “Siegfried-Idyll”. Wagner hat das Stück 1870 für seine Frau Cosima komponiert, die den gemeinsamen Sohn Siegfried geboren hatte. Die Uraufführung fand am 25. Dezember frühmorgens am 33. Geburtstag Cosimas in Wagners Landhaus bei Luzern statt. Aus Platzgründen nahmen die Musiker mit kleiner Streicher-Besetzung im Treppenhaus Aufstellung, weshalb das Stück von Wagners Kindern nur “Treppenmusik” genannt wurde.
Als Joseph Haydn im Mai 1761 seinen Posten als stellvertretender Kapellmeister des Fürsten Anton Paul von Esterházy antrat, war er noch keine 30 Jahre alt. Mit ihm begannen noch viele weitere junge begabte Musiker ihre Tätigkeit am Hofe Esterházys, so dass Joseph Haydn hier eine ganz besonders inspirierende Umgebung vorfand. Diese Aufbruchstimmung veranlasste ihn dazu, seine drei Sinfonien Nr. 6, 7 und 8 zu komponieren, welche zusammen eine Tageszeiten-Triologie bilden und dem Fürsten auf ganz besondere Weise sowohl die musikalische Qualität seiner Musiker als auch die kompositorischen Fähigkeiten seines jungen Kapellmeisters aufzeigten. Ob Haydn eine vierte, die Nacht beschreibende Sinfonie plante oder sogar komponierte und diese später verschollen ist, gilt bis heute als ungeklärt. Die drei Sinfonien mit den Untertiteln “Le Matin” (Der Morgen), “Le Midi” (Der Mittag) und “Le Soir” (Der Abend) beschreiben einen Tagesablauf nicht im eigentlichen Sinne von Programmmusik, vielmehr werden Stimmungen zu den verschiedenen Tageszeiten musikalisch abgebildet. Hierbei nimmt die Sinfonie Nr. 6 eine besondere Rolle ein, da hier doch recht programmatisch erstmals ein Sonnenaufgang skizziert wird, ein Thema, dem sich Haydn später sowohl in seinen “Jahreszeiten” als auch in der “Schöpfung” wieder widmete.
In allen drei Sinfonien lässt Haydn mehrfach Musiker aus dem Orchester solistisch hervortreten, so dass man die Sinfonien damals auch als “große Concertini” bzw. “konzertante Sinfonien” bezeichnete.
Ergänzend zu Joseph Hadyns “Die Tageszeiten” hören wir im bevorstehenden 2. Kammerorchesterkonzert das Werk eines Kollegen der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Auch der Geiger und Komponist Malte Hübner beschreibt in seinem “Concerto piccolo” den Lauf des Tages. Sein im Jahr 2010 entstandenes Stück mit dem Untertitel “come un perpetuo mobile” besteht aus den drei Sätzen “Am Morgen”, ” Am Tage” und “Vom Abend zur Nacht” und beschreibt dem Untertitel folgend anhand der Tageszeiten das sich immer wiederholende wechselvolle Spiel von Ruhe und Bewegung.
Das 2. Kammerorchesterkonzert dieser Spielzeit ist sowohl in der St.-Georgen-Kirche in Wismar als auch im Bernsteinsaal des Warnemünder Hotels Neptun zu hören. Das Konzert in Wismar findet am Freitag, dem 3. Mai 2013 um 19:30 statt, das Warnemünder Konzert können Sie am 5. Mai, also am Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr hören. Manfred Hermann Lehner dirigiert die Norddeutschen Philharmonie Rostock.
Sowohl für Wismar als auch für Warnemünde ist sonniges, wenn auch noch recht kühles Wetter vorhergesagt, so dass sich die Konzerte wieder einmal hervorragend mit einem Spaziergang kombinieren lassen.
Am Sonntag, dem 21. April 2013 findet das 5. “Classic light”-Konzert in der Yachthafenresidenz Hohe Düne statt, und zwar gleich zwei mal, um 11.00 Uhr und um 16.00 Uhr. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass beide Konzert bereits ausverkauft sind. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Konzerte unter einem ganz besonderen Motto stehen, es handelt sich um Wunschkonzerte.
Sollten Sie glücklicher Besitzer einer Karte sein, dürfen Sie also gespannt sein, welche Stücke es auf das Programm dieser Konzerte geschafft haben. Bisher ist nur nach außen gedrungen, dass “Die Moldau” aus Bedrich Smetanas Zyklus “Mein Vaterland” erklingen wird.
Die Leitung der Norddeutschen Philharmonie Rostock wird ein weiteres mal der 1. Kapellmeister des Volkstheaters Manfred Hermann Lehner übernehmen, einige Kollegen der Norddeutschen Philharmonie werden auch solistisch zu hören sein.
Für den Rostocker Ostsee-Anzeiger führte Frau Anette Pröber ein Interview mit Dr. Thomas Diestel (Geschäftsführer der Dr. Diestel GmbH). Dr. Thomas Diestel ist Gründungsmitglied und seit vielen Jahren Vereinsvorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft Rostock.
Vor 20 Jahren gründete sich der Verein der Philharmonischen Gesellschaft in Rostock. Was war das Anliegen der Gründungsmitglieder, zu denen Sie gehören?
Dr. Thomas Diestel: Anfang der 90er Jahre stand nach den gesellschaftlichen Umbrüchen die Frage, wieviel Kultur sich Rostock künftig leisten kann und will. Viele Hansestädter bekannten sich dazu, die Kultur zu schützen und möglichst auszubauen, um die Attraktivität der Stadt zu erhöhen. Die rund 150 Gründungsmitglieder der Philharmonischen Gesellschaft einte der Wunsch, die Norddeutsche Philharmonie als großartigen Klangkörper für Rostock zu erhalten und bessere Bedingungen für das Orchester und die Musikfreunde zu schaffen. Noch bis vor wenigen Monaten mussten die Musiker in einer alten Baracke proben. Ohne Belüftung, sehr beengt, vom Klang ganz zu schweigen. Im neuen Haus der Musik haben sie endlich eine ansprechende Stätte zum Proben gefunden. Der langersehnte Konzertsaal wird dann 2018 zum 800. Jubiläum Rostocks, so ist es von der Stadt versprochen, im neuen Theatergebäude musikalisch gefeiert. Die Norddeutsche Philharmonie ist in Größe und Qualität bedroht. Politiker stellen die Finanzierung in Frage und verweisen auf die schlechte Haushaltslage in Stadt und Land.
Haben Sie Verständnis dafür?
Dr. Thomas Diestel: Nein. Politiker denken oft nur in Zeiträumen von Amtsperioden. Hier geht es um die Verantwortung für künftige Generationen. Kultur ist ein sehr hohes Gut, das sich die Menschen zu allen Zeiten zu ihrer Unterhaltung und geistigen Erbauung leisteten. Orchester werden, mal abgesehen von den Wiener Philharmonikern, weltweit subventioniert. Denn Eintrittspreise, die die Kosten decken, wären für die Allgemeinheit nicht erschwinglich. In Rostock haben Theater und Orchester eine lange Tradition. 1895 wurde das Theater und zwei Jahre später das Orchester gegründet. Die Norddeutsche Philharmonie, die heute jährlich 145 Aufführungen von Sinfoniekonzerten, Musiktheater und Ballett bestreitet, genießt als hochprofessionelles Sinfonieorchester einen Ruf, der weit über Rostock und die Region hinausreicht. Diesen großen Schatz gilt es zu bewahren.
Was bedeutet Ihnen persönlich die klassische Musik?
Dr. Thomas Diestel: Ich bin in einem musikalischen Elternhaus mit Hausmusik aufgewachsen. Nach Anfängen auf der Blockflöte erlernte ich an der Leipziger Musikschule das Spiel von Querflöte und Klavier. Als Jugendlicher entwickelte ich später eine größere Affinität zum Sport und wechselte auf die Jugendsportschule. Die Leidenschaft für die klassische Musik habe ich mir aber erhalten. Sie ist Teil meines Lebens. Besonders nach langen Arbeitstagen lässt sich bei Musik gut entspannen. Ich bin davon überzeugt, dass klassische Musik Kreativität im menschlichen Denken freisetzt. Es ist kein Zufall, dass Deutschland die höchste Anzahl von großartigen Orchestern und zugleich eine wirtschaftliche Ausnahmestellung besitzt.
Auf welche musikalischen Höhepunkte können sich Klassikfans demnächst in Rostock freuen?
Dr. Thomas Diestel: Es wird wie in jedem Jahr das beliebte Zookonzert geben. Die 15. Klassik-Nacht findet am 14. Juni in Zoologischen Garten Rostock statt. Als besonderes Highlight 2013 lädt die Norddeutsche Philharmonie zu einem Sommerfestival in den IGAPark. An vier aufeinander folgenden Abenden (vom 25. bis 28. Juni) werden die neun Sinfonien von Ludwig van Beethoven gespielt. Ein sehr ambitioniertes Programm, das sicherlich viele Liebhaber des großen deutschen Komponisten zum Open-Air-Konzert in den Park locken wird.
Interview: Anette Pröber
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